Ihr steht auf frühe IRON MAIDEN? Einige BLACK TRIP Songs hätten sicher auf den ersten beiden LPs der Jungfrauen sein können. Superbe Riffs und Twin-Gitarrenläufe überzeugen bei BLACK TRIP. Mit Joseph Tholl haben diese einen sehr guten Shouter am Mikrofon, der an einigen Stellen an den jungen Paul DiAnno erinnert. Doch die alten MAIDEN sind nicht der einzigen Einfluss. In anderen Reviews wird häufig von THIN LIZZY gesprochen - dem stimme ich auch zu. Doch BLACK TRIP haben einen deutlicheren Heavy Metal Punch. Ich höre ebenfalls ganz alte DEF LEPPARD (erste beiden Scheiben) und ganz frühe PRAYING MANTIS ("Time Tells No Lies") heraus. Da passt der von Nicke Andersson rohe aber warme produzierte Sound sehr gut zu Knallern wie "Die With Me", dem stark aufgebauten "Shadowline", dem schnellen "Berlin Model 32" oder dem treibenden "Clockworks". "Subvisual Sleep" klingt wie PRAYING MANTIS, "Sceneries" hätte sehr gut auf eine THIN LIZZY Scheibe gepasst. Was bei BLACK TRIP auffällt ist das tolle Songwriting. Man hört zwar deutlich ihre Einflüsse, die Songs sind aber keine billigen Kopien sondern klingen flüssig und auch eigenständig. Das wird sicher auch daran liegen, dass es sich bei BLACK TRIP um eine "Supergroup" handelt, deren Mitglieder in zahlreichen anderen Truppen aktiv sind (u.a. ENFORCER, ENTOMBED, NECROPHOBIC, NIFELHEIM). Bewegt sich die Platten-Nadel dem Ende der zweiten Seite entgegen hat man das Verlangen die Platte noch mal aufzulegen. Keine Angst, das Teil ist nicht nur auf (orangem) Vinyl erhältlich, eine CD ist wie so oft bei SPV gleich mit dabei. Und als normaler Silberling ist das Teil auch erhältlich.
Fazit: grandioses Heavy Metal/ Hard Rock Album der alten Schule. Bitte erwerben und abfeiern!
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