Mit „Forgotten Tales“ gab es zwar bereits eine Kompilation aus dem Hause Blind Guardian, doch handelte es sich bei dem 1996 veröffentlichten Scheibchen nicht um eine Best Of CD, sondern um eine Kollektion von Songs, die anderswo nicht draufpassten. Das nun vorliegende Werk umfasst im Wesentlichen die Virgin Jahre der Band, wobei es auch eine Deluxe Edition gibt, die noch Demos aus Lucifer’s Heritage Zeiten umfasst. Die mir vorliegende Version umfasst 16 Songs, von denen 4 neu eingespielt wurden. Wie immer darf fröhlich über Unzulänglichkeiten der Setlist gestritten werden. Auffällig ist natürlich sofort, dass das grandiose 90iger „Tales from the Twilight World“ Album mit nur zwei Songs sträflich vernachlässigt wurde. Ein Best of Album ohne „Lord oft he Rings“ scheint mir ohnehin unvollständig und ob „The Last Candle“ nun unbedingt zu den Klassikern der Bandgeschichte zählt, dürfte auch fraglich sein. Doch hier zeigt die Band mal wieder, dass sie tun was sie für richtig halten – die Liner Notes geben zumindest einen zaghaften Erklärungsversuch für die Auswahl. Mit „Ride Into Obsession“ und „Sacred Worlds“ sind auch Songs vom „At the Edge of Time“ enthalten, während „A Twist in the Myth” ebenfalls mit einem Song bedacht wurde. Meine Playlist für ein Best of Album hätte wohl anders ausgesehen, sow fehlen mir Songs wie „Time what is Time“, „Blood Tears“ oder „Time stands still“, die man anstatt der Songs der beiden letzten Studioalben gerne hätte verwenden können. Auch das seinerzeit nicht so gut angenommene „A Night at the Opera“ Album hätte mit „Soulforged“ und „Punishment Devine“ bessere Songs als „And then there was silence“ zu bieten. Aber was hilft all das diskutieren, letztlich gehören die Alben der Band ohnehin in jede gutsortierte Sammlung, so dass sich eine Best of Scheibe von selbst erübrigt.
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