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Metallica - Beyond Magnetic

VÖ: 31. Januar 2012   •   Label:  Universal
„ No life till leather
We are gonna kick some ass tonight
We got the metal madness”

Der geneigte Fan hat es natürlich erkannt: mit diesen Zeilen leiteten die Bay Area Jungs seinerzeit ihr Debüt Album “Kill ‘Em All” ein. Spätestens seit dem schwarzen Album musste man sich immer wieder fragen lassen, wo denn die genialen Riffs geblieben sein, was aus dem Thrash Metal Flackschiff geworden sein. Mit „Death Magnetic“ war es dem Vierer gelungen, den ein oder anderen Fan etwas versöhnlicher zu stimmen – oftmals ging es jedoch auch nicht über ein anerkennendes „Na ja, immerhin besser als ‚St. Anger‘ oder ‚Load‘“ hinaus.
Nach dem jämmerlichen Debakel mit „Lulu“ scheint man im Hause Metallica um Schadensbegrenzung bemüht zu sein. „Schaut her, wir können noch richtigen Metal spielen“, scheinen Hetfield & Co ihren Jünger mit der Veröffentlichung dieser EP zurufen zu wollen. Mit vier Songs aus der „Death Magnetic“ Session möchte man offenbar verlorenes Terrain wieder gutmachen. Inwiefern dies gelingt, muss wohl jeder Fan selbst entscheiden. Immer wieder schimmern Riffs durch, die an die „Goldenen Zeiten“ erinnern, so etwa der Mittelteil in „Just A Bullet Away“, der auch zu „Master of Puppets“ gepasst hätte. Mit „Rebel of Babylon“ hat man ein gut achtminütiges Stück komponiert, welches die Abkehr von der „No Solos“ Doktrin manifestiert.
Letztlich zeigen Hetfield, Ulrich & Co, dass sie ihr Handwerk verstehen und metallische Riffs aus dem Handgelenkt schütteln können. Andererseits wird aber auch deutlich, dass die Herren mit ihren Songs nichts mehr zu sagen haben, so dass das hier präsentierte Material letztlich belanglos bleibt und ohne „Metallica“-Label auch keinerlei Erwähnung finden würde. Wer nach wie vor auf eine Renaissance der Band wartet, wird weiter warten müssen: „Beyond Magnetic“ bietet einen lauwarmen Aufguss des einst so geschmacksintensiven Imports aus Kalifornien, der gerade dazu ausreicht, um den bitteren Geschmack des „Lulu“ Experiments aus dem Mund zu bekommen.
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