Den Bezug zu uralten Kreator oder Destruction will ich der Band nicht absprechen, gesanglich werden bei mir jedoch eher Erinnerungen an skandinavische Black Metal Shouter geweckt als an Bay Area Thrasher. Auch den von Kollegen gelegentlich gezogenen Vergleich zu Bands wie Exodus kann nicht nicht nachvollziehen, da Blood Tsunami in Sachen Riffing eindeutig die Klasse einer Band wie Exodus fehlt. Die Mucke auf diesem Silberling lässt vor meinem Auge eher in Leder und Nietenarmbänder gehüllte Thrashjünger erscheinen - man ziehe als Referenz vielleicht ganz alte Sodom Bilder heran. Wie gesagt, die Bay Area höre ich hier weniger heraus und musikalisch geht die Band doch eher an den Anfang der 80iger Jahre zurück. Während es immer wieder mal gelungene Riffs gibt, die den Hörer aufhorchen lassen, wird doch meist wie besessen im Thrash Metal Kessel gerührt und mit dem Schlachtemesser gewütet: warum langsam, wenn man auch schnell spielen kann? Mir ist die Scheibe insgesamt etwas zu uninspiriert und belanglos, zumal man bei 8 Songs noch ein zwar nettes aber nicht geniales Instrumentalstück verwurstet hat. Bester Song der Scheibe ist wohl das recht variable "Killing Spree", welches auch einen gewissen Grad an Evilness erzeugt. Für Leute, die Old School schon zu modern finden und durch fast pausenloses Gedresche nicht ermüdet werden, ist diese Scheibe der gefundene Soundtrack zum Schlachtefest! Mahlzeit!
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