Schon beim ersten Durchlauf fällt die enorme Steigerung zum Debütalbum "Seelenasche" auf. Nicht nur in der weitaus professionelleren Produktion, die beim Debüt noch eher undergroundigen Charme versprühte, sondern auch beim um einiges abwechslungsreichern Songwriting wurden in drei Jahren enorme Fortschritte gemacht. Nun gibt es neben der obligatorischen Doublebass einprägsame Gitarrenhooks, ruhige Akustikparts, diverse Soundschnipsel (Dankenswerterweise ohne Keyboardeinsatz) auch abwechslungsreicheres Gekreische von Sänger Namon, der auf dem Debüt öfter mal an alte Eisregen erinnerte, nun aber seinen eigenen Stil gefunden hat. Manche Lieder wie der Opener "Jenseits der Wälder" lehnen sich an die zahlreichen Pagan-Genossen mit Midtempo und heavy, tiefen Riffs an, bei anderen ("Rabenbanner", "Verdammnis") wird ordentlich auf die Schlagfelle gedroschen, in Black-Death-Kreisen à la Behemoth und im ursprünglichen, norwegischen Black Metal gewildert, etwa bei "Geboren im Feuer" und "Wolfshäute", zu dem es auf den einschlägigen Videoplattformen auch ein gut gemachtes Video zu bewundern gibt. Das Instrumental "Zeitenwende" mit langem Akustikpart ist mit 5 Minuten etwas lang geraten, die deutschen Texte beim Rest der Lieder sind szenetypisch. Mit einem weiteren Instrumentalstück namens "Nocturne" wird man dann in die dunkle Nacht entlassen.
Wenn ihr Lust auf gut gemachten, abwechslungsreichen deutschen Underground-Melodic-Black-Metal habt, dann sichert euch eine der auf 500 Exemplare limitierten CDs aus Eigenproduktion direkt bei der Band.
Martin Storf
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