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Broken Bones - Same Box Set

VÖ: 23. Juni 2016   •   Label:  Westworld Recordings

Die BROKEN BONES wurden 1983 von Gitarrist Anthony „Bones“ Roberts gegründet, der zuvor bei DISCARGE war. Wenn man deren musikalische Entwicklung zu der Zeit betrachtet, kann man Bones nur zum Ausstieg beglückwünschen. Mit den BROKEN BONES blieb er sehr raubeinig, während  DISCHARGE schwache Versuche unternahmen, Glam Metal zu spielen. Wer also den DISCARGE Klassiker ´Hear Nothing See Nothing Say Nothing´ mag, war in der Folge bei den BROKEN BONES wesentlich besser aufgehoben.
Deren Releases von 1984 bis zur ersten Auflösungen 1987 sind auf dieser Compilation. Die Songs haben in 30 Jahren nichts vonihrer Faszination verloren. Nicht ohne Grund nennen beispielsweise HATEBREED diese Songs als großen Einfluss. Die von HATEBREED weitergeführte Vermischung von Punk, Hardcore und Metal hat hier einen ihrer Ursprünge. Die Räudigkeit des Hardcore wird mit eher metallischen Riffs und Soli gemischt. Schon die beiden ersten Releases ´Dem Bones´ und ´Decapitatet´ (eine Zusammenfassung von 4 Eps) gehen vom Sound absolut in Ordnung. Die Produktion ist rau, was zu Musik und Zeit passt. Es sind aber jederzeit alle Instrumente zu hören. Erfreulicher weise bekommt der Bass viel Raum. Die Tracks werden nicht einfach runtergeschrubbt. Allein das Intro, auf ´Dem Bones´ zeigt, dass die Briten von Anfang an über den musikalischen Tellerrad hinausblickten.
Den Beginn der zweiten CD macht dann die A-Seite der ´F.O.A.D.´ Scheibe, die sich bis heute regelmäßig auf meinem Plattenteller dreht. Hier liefert die Band nur zeitlose Klassiker. Da die B- Seite „nur“ Live Tracks enthält, geht es auf der CD mit der B-Seite von ´Bonecrusher´ weiter. Warum diese Reihenfolge gewählt wurde, ist mir nicht ganz klar, vielleicht weil die A-Seite schon von der ´Seeing Through My Eyes´ EP bekannt ist. Wie dem auch sei, gute Scheiben kann man ja auch im Shuffle Modus hören. Den Abschluss bildet dann die ´F.O.A.D´ B-Seite mit dem Konzert vom 1986er Gig  im Fulham Greyhound in London.

Als Zugabe gibt’s dann noch den Mitschnitt aus den Jahr 1984, der schon lange als Bootleg kursiert. Der Sound ist nicht der beste, aber zu geschenktem Punk sagt man vielen Dank, oder so ähnlich.

Diese Compilation liefert in über 2,5 Stunden alles aus der Anfangsphase dieser stilprägenden Band. Da die Musik den Test of Time mit Bravour bestanden hat, ist das nicht nur was für Musikhistoriker, sondern auch für alle, die auf gekonnte Songs mit Dampf und Finesse stehen. Wenn ihr mir nicht glaubt, dann vielleicht genannten HATEBREED und METALLICA, SLAYER, ANTHRAX oder S.O.D., die sich alle als  Fans der BROKEN BONES geoutet haben.

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