Dabei sind die tragenden Säulen ihres Sounds Sludge, Grooves und Atmosphärik, ohne allerdings allzu fest darauf festgelegt zu sein, wobei Einflüsse anderer Genres das Ganze noch abrunden. Und so wird der Zuhörer auf eine Reise in düstere, hypnotische Gefilde mitgenommen, die zu einem Wechselbad der Gefühle führen, wechseln sich doch auch innerhalb der mitunter überlangen Songs verschiedenste emotionale Phasen ab.
Da können dann stoner- und sludgemäßige Riffpartien auf entschleunigte alternative-rockmäßige wehmütige Passagen treffen, heftigste Schrammelriffs mit furchteinflößendem Gegrowle auf überaus ruhige hypnotische Abschnitte ('Dilate'). Ein überaus experimentelles musikalisches Auf und Ab, das aber gerade durch seine THE-CUREige oder A-PERFECT-CIRCLEmäßige Schwermut im Verein mit der intensiven, mitreißenden Brutalität in gekonnter Melody-Death-Metal-Manier zu überzeugen weiß. Denn so entstehen einzigartige Soundlandschaften, die den Hörer voll in ihren Bann ziehen. Vergleiche mit der Riffigkeit von MASTODON und der Groovigkeit der DEFTONES sind in diesem Zusammenhang nicht zufällig.
Dennoch grenzt es fast an ein Wunder, dass dieses Album überhaupt veröffentlicht wurde. Denn die Band war von massiven Selbstzweifeln geplagt, nach Beendigung der Aufnahmen im ersten Quartal 2014 passierte sechs Monate lang gar nichts. Doch das war gut so, konnte man doch durch diese Pause eine völlig neue Einstellung zu dem Material gewinnen.
Kurz: BURWEED stellen unter Beweis, dass sie sich mit ihrem Debütalbum "Hide" in keinster Weise zu verstecken brauchen, gelingt es ihnen doch, ein überaus atmosphärisches Post-Metal-Opus mit einem besonderen Hang zum groovigen Sludge zu erschaffen.
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