Ehrlich gesagt kenne ich davon nicht viel und der letzte Release (Genesis Revisited) enthielt, wie schon der Titel sagt, neue Versionen großer Klassiker. Was bringt nun "Wolflight"? Erwartet uns ein instrumentales Album? Ist hier wieder viel seiner alten Weggefährten zu hören? Nein. Auf "Wolflight" wird auch gesungen. Und klar: es ist ein progressives Rock Album mit klaren Spuren seiner Vergangenheit. Aber es hat auch etwas Eigenes. Wie der Titel "Wolflight" schon sagt: es geht hier um die Welt der nächtlichen Fabelwesen. Hier tauchen neben Wölfen auch Vampiere auf. Es handelt sich um eine dramatische Liebesgeschichte zwischen Schattenwesen. Es ist allerdings nicht zum Gothic Album geworden. Ich habe den Eindruck, dass Steve Hacket sehr erzählerisch nie den Roten Faden verliert. An einigen Stellen wirkt die Musik ein wenig melancholisch, dann tauchen orientalische Klänge auf und schließlich gibt es Hard Rock Riffs zu hören. Das Spiel des Maestros ist nicht zu verwechseln. Bei "Corycian Fire" sind sehr komplexe Passagen zu hören, die dann in zwischenweltliche Chöre wechseln. Das rein akustische Solo Stück "Earthshine" ist eine Gitarrenlehrstunde. Sehr eingängig ist das schöne "Loving Sea". Viel treibender ist schließlich "Black Thunder". Danach hören wir wieder filmmusikartige Klänge. Wie auch immer: Steve Hacket Fans werden das sehr gelungene Konzeptalbum sich ohnehin zulegen. Gitarrenfanatikern und Progressive Rock Fans kann ich hier eine klare Kaufempfehlung erteilen.
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