Als ich mir das Album dann mal genauer zu Gemüte geführt hatte, musste ich doch etwas stutzen und mich vergewissern, dass ich die richtige CD eingelegt hatte. Denn was da aus meinen Boxen schallte klang auf einmal ja doch gar nicht mal so übel. Okay, das besondere Novum gab es dann auch nicht zu hören, aber trotzdem hab ich mir dann doch dabei mehrmals dabei erwischt wie meine Füße ein Eigenleben entwickelt haben und kräftig zum Takt mitgewippt haben. Der Sound ist zwar wie bei vielen anderen Bands, aber irgendwie haben es „Bury Your Dead“ geschafft ihrem Album einen gewissen Charme einzuverleiben, der das ganze dann doch irgendwie von der groben Masse abhebt. Leicht schmunzeln musste ich auch bei der Tracklist. War der Vorgänger noch Tom Cruise gewidmet und jedes Lied nach einem seiner Filme benannt, so setzen sie diesmal den Brüdern Grimm ein Denkmal. Jeder Liedname ist an ein Märchen angelehnt, etwa wie „The Poisen Apple“, oder „Mirror Mirror“, die mir übrigens am besten mundeten. Inhaltlich hab ich aber keine wirklichen Zusammenhänge entdeckt. Musikalisch gehen „Bury Your Dead“ ziemlich aggresiv zu Werke. Der Gesang ist hart und brachial und bleibt auch das gesamte Album so. Besonders die Drums haben mir ziemlich gut gefallen, da sie mindestens genau so brachial wie der Gesang herkommt. Ich hab mich ein wenig an Neaera erinnert gefühlt, da sie ebenso mit ihren Drums Gebäude einreizen könnten. Negativ fällt mir aber auf das die Abwechselung ziemlich auf der Strecke bleibt. Die Tracks ähneln sich meistens untereinander. Es gibt nur wenig Ausnahmen, die knallen dann aber umso mehr. „Bury Your Dead“ schufen aber trotzdem eine ziemlich geile Knüppelorgie. Prädikat: Stumpf aber dicke.
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