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Carnifex - Die Without Hope

VÖ: 06. März 2014   •   Label:  Nuclear Blast Records

Die Fleischmacher sind wieder unter uns. So würde zumindest die wörtliche Übersetzung des Bandnamen CARNIFEX lauten, man könnte sich aber auch mit Schlächter oder Henker zufrieden geben. Diesen Namen haben die fünf Kalifornier aus San Diego scheinbar mit Bedacht ausgewählt, beschreibt er doch den bandeigenen Sound ziemlich genau: tödlicher Metal, der mit bestialischer Bosheit und extremer Brachialität aufwatet und so ein wahrhaftig blutiges Gemetzel für die Ohren bietet. Dabei kann man nicht überhören, dass CARNIFEX aus der Deathcore-Ecke kommen, aber den Weg zum technisch Death Metal schon ein weites Stück gegangen sind, allerdings mit kleineren Ausflügen in die Black-Metal und Grindcore-Gefilde.

Und so fesselt "Die Without Hope" durch schrotige Killerriffs mit dem Hang zu großartigen Grooves, durch die dualistischen Vocals (ein duetthaftes Spiel zwischen hohen, düsteren Growls und infernalem Teufelskrächzen), spielerischen spielmannmäßigen Leadgitarrenparts und durchaus experimentellen streichermäßigen, fast schon sphärischen Passagen ('Die Without Hope').

Neben dem zumeist eingängigem, mitunter auch dissonanten Geschrote prägt ein hohes Maß an düsterer Energie und Dynamik den Sound . Aber Obacht. Auch die Breakdowns haben es in sich ('Hatred And Slaughter').

Fast schon hymnisch kommt dann bisweilen 'Dragged Into The Grave' daher, das programmatisch für das gelungene Songwriting stehen kann. Denn solch eine Variation und Detailverliebtheit in Verein mit zusammenhaltender Organik findet man selten. Da kann man dann vor seinem inneren Auge fast den Teufel am Grabe tanzen sehen, weil er wieder eine verlorene Seele sein Eigen nennen kann, eben die Seelen von denen im Track 'Rotten Souls' (mit genialem Gitarrensolo) die Rede ist. Auch wieder mit dieser zarten pittoresken Melodik, so unschuldig und anmutig, wie eine Blume, die nach einer todbringenden Überschwemmung, mutterseelenallein aus dem schwarzen Schlamm emporwächst und zu blühen beginnt. Herausragend ist auch der Herausschmeißer 'Where The Light Dies'.

Kurz: Auf "Die Without Hope" stimmt wirklich alles: die brutale Brachialität, die mustergültig eingesetzte Melodik und die kollosale Komposition.

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