Mit Black Metal hat die nun vorliegende Scheibe jedoch herzlich wenig zu tun: kein Wunder, es handelt sich nämlich auch nicht mehr um eine Ein-Mann Band und neben Bandgründer Torsten Sauerbrey, der wohl durch seine Schlagzeugertätigkeit bei Dark At Dawn bekannt sein dürfte, hat sich nun auch ex-Dark At Dawn Basser Michael Lowin seinen Beitritt zur Kapelle bekannt gegeben. Zwar hat der gute Mann nun keine Haare mehr auf dem kopf, dafür hat er seine Sangeskünste bereits bei der Maiden Coverband Fear Of The Dawn beweisen können - bei Cast In Silence klingt er jedoch wesentlich düsterer und erinnert z.T. an Bands wie Falconer.
In ihrem Info versuchte mich die Band damit abzuschrecken, dass sie sich selber als Metalcore/Nu-Metal Band beschimpfte. Ein erstes Hören lässt mich aber beruhigt im Sessel niedersitzen. Zwar klingt die Band nicht unmodern, ich würde es aber eher als zeitgemäßen Power Metal bezeichnen, der sich den Zeichen der Zeit nicht vershcließt und durchaus groovige Parts in den Songs akzeptiert!
Tatsächlich erinnert die Band mehr an Dark At Dawn, Falconer oder Storyteller als an Heaven Shall Burn oder Maroon und das ist auch gut so. Die 11 Songs haben einen fetter Sound und sind professionell eingespielt. Mit "Voyage Voyage" gibt es sogar eine fremdsprachige Coverversion auf der CD, am meisten konnte mich aber "The Last Straw" überzeugen. Der Songs kreiert irgendwie eine coole Atmosphäre und macht Spaß und man fühlt sich unvermittelt animiert, die Skiptaste auf Repeat zu stellen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich bei "1st" um ein beeindruckendes und hörenswertes Erstwerk einer neuen Band alter Hasen handelt.