Doch Franky, Tino und Mikey ließen sich nicht unterkriegen und holten sich Roy Mayorga (STONE SOUR, SOULFLY) zumindest gästeweise an die Drumkits. Das neue Opus hört auf den Namen "Kill All Kings", doch hoffentlich kein Aufruf zum Sturz auch der belgischen Monarchie? Oder ist "Kings" dann doch übertragen gemeint?
Egal. CHANNEL ZERO walzen in überaus dynamischer Manier alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellt. Knüppelharte Gitarrenbretter und Killerriffs sorgen für eine wutentbrannte "Angryness" und grimmige Brutalität, die aber durch hintergründige Melodik für eine erfrischende Eingängigkeit sorgt. Das stellt nicht nur 'Digital Warfare' bestens unter Beweis. Stilbildend sind natürlich auch die gelungenen Gitarrensoli, die bisweilen klassisch, bisweilen aber auch äußerst wehmütig und melancholisch daherkommen. Wandelt man mit dem ruhigeren 'Ego' entfernt auf düsteren THE-CURE-Pfaden, so verändert sich die Stimmung mit dem folgenden Song 'Crimson Collider' fast vollständig. Da trifft die Bezeichnung 'catchy' für den Refrain voll ins Schwarze. Ein Power-Hardrock-Song par excellence!
Vor diesem Hintergrund springt einen die "Diversity" dieses Longplayers geradezu an, die das ganze Potenzial, die ganze Bandbreite und die Schaffenskraft von CHANNEL ZERO verdeutlicht. Denn der titelgebende Track und das folgende 'Brother's Keepers' haben ungefähr so viel gemein wie Fisch und Fahrrad. Phänomenal ist auch das hardcorige 'Duisternis'.
Kurz: "Kill All Kings" ist, ohne zu übertreiben, ein metallisches Powerbündel, das in genialer Art und Weise grimmige, brachiale Brutalität mit verschiedenen Graden und Ausprägungen von mitreißender Melodik verbindet, so dass eines der abwechslungsreichsten Hardrock-Metalalben ever entstanden ist. Kaufen!
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren