Denn TOMBS zelebrieren auf ihrem nunmehr dritten Longplayer einen Black Metal, der zunächst überaus melodisch und hymnisch daherkommt. Und so umfängt einen bei den ersten beiden Songs zwar eine infernale, düstere Atmosphäre, die aber zugleich auch einen sehr hypnotischen und eingängig leicht(pferde)füßigen Charakter hat. Daneben verstehen die US-Amerikaner es aber auch, riffmäßig dem Schwarzmetal das Fürchten zu lehren. Da ist es dann mit der guten Laune und dem eben noch beschriebenen Locus amoenus sehr schnell vorbei, da beginnt dann das Gebrettere und Herumgedüstere ('Echoes').
Für die vorherrschende intensive Stimmung sorgen aber immer wieder auch kreischende Gitarren, zum Beispiel in 'Deathtripper', eher dem Alternative Rock entnommen. Gleiches gilt für die leicht verzerrten Vocals, die sich von dem sonst vorherrschenden schwarzmetallischen Gekrächze abheben. Da merkt man dann ganz schnell, dass die New Yorker auch vor Genre-Grenzen keinen Halt machen. Das nimmt dann schon fast trübsinnig NEW-ORDER-mäßige Ausmaße an. Da ist dann niederdrückende Monotonie die Strategie!
Mitunter wird auch mit dynamischen, todesmetallischen Elementen gespielt ('Edge Of Darkness'), die sich organisch in die blackmetallischen Klangwelten einfügen, aber dennoch deutlich erkennbar bleiben. Herausragend in diesem Zusammenhang auch 'Severed Lives'. Ansonsten: purer, düsterer und unverstellter Black Metal in Reinform.
Kurz: TOMBS haben mit "Savage Gold" einen schwarzmetallischen Longplayer erschaffen, dessen Name Programm ist, verbindet er doch wilde, ungezähmte und infernale Ungestümtheit mit glänender, funkelnder und dadurch anziehender Melodik. Grundsolide, bodenständig und authentisch. So muss Black Metal!
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