VÖ: 08. September 2003 • Label: Metal Mind Records
08. September 2003
Bereits seit 1988 versorgen Closterkeller unsere östlichen Nachbarn mit poppigem Gothic-Rock, von dem sie seitdem 500 000 Einheiten absetzen konnten. Die neue Veröffentlichung „Graphite“ ist die englische Version des gleichbetitelten polnischsprachigen Albums von 1999.
Sowohl optisch als auch in Bezug auf die Texte steht Sängerin Anja Orthodox im Vordergrund. Beides kann sie sich auch leisten, denn zum einen hat sie sich gut gehalten, und zum anderen legen die Lyrics keine oftmals im Genre festzustellende prätentiös-pseudointellektuelle Peinlichkeit an den Tag. Der Gesang selbst ist Geschmackssache; mein Ding ist er nicht. Nichtsdestotrotz kann Anja singen. Für ihr Genre ist sie stimmlich perfekt ausgerüstet.
Auch die Songs sind Geschmackssache. Ich bin bekanntlich kein Gothic-Freund, doch bei „Graphite“ handelt es sich immerhin um ein Album, das mir nicht nach zwei Minuten auf die Nerven geht. Bei drei, vier Songs kann man sich gar an verzerrten Gitarren erfreuen. Darüber hinaus ist „Graphite“ gut gespielt und produziert, so dass man davon ausgehen kann, dass es der hiesigen Gothic-Gemeinde getrost empfohlen werden kann. Daher stelle ich meinen persönlichen Geschmack einmal zurück und vergebe (nach Abzug eines Punktes für den bekloppten Bandnamen) 10 Punkte.
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