Zugegeben, mit „Beautiful Pain“ hatten die Nordlichter auf „Generation Wild“ eine fulminante Power Ballade abgeliefert, doch der Rest der Scheibe begeistert mich heute nicht mehr besonders. Und auch „The Savage Playground“ sorgte beim ersten Durchlauf nicht wirklich für Begeisterungsstürme bei mir. Kein Zweifel, „Neuzugang“ Simon Cruz passt hervorragend zum Stil der Band und hat sich mittlerweile auch richtig gut in den Sound eingefunden. Zudem bleiben sich die Schweden auch selber treu. In Songs wie „Cocaine Cowboys“ verbinden sie bluesige Sounds mit kraftvollem Sunset Strip Riffing und eingängigen Melodien. Bei „Anarchy“ zeigen sie aber auch, dass sie ein wenig zu ihren Mitstreitern von CRAZY LIXX herübergeschielt haben: die Melodien erinnern doch deutlicher als in der Vergangenheit an Danny Rexon & Co – dies ist allerdings keinesfalls negativ zu verstehen. Stücke wie „Sin City“ werden sich sicherlich schnell im Liveprogramm des Quartetts etablieren, ebenso wie das sehr eingängige (CRAZY LIXX lassen abermals grüßen) „Drinkin‘ Without You“. Und mit „Damaged Kid“ und „Garden of Babylon“ werden am Ende des Albums auch noch richtig gute Songs präsentiert. Einen Nachfolger für „Beautiful Pain“ gibt es nicht, aber die Messlatte liegt vielleicht auch zu hoch.
Insgesamt entwickelt der vierte Longplayer von CRASHDIET seine Stärken erst nach mehreren Rotationen, doch dann weiß die Scheibe wirklich zu gefallen. Endlich eine Scheibe der Band, die für mich auch den Kauf eines Bandshirts rechtfertigt!
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