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Dead Before Disco - Barricades

VÖ: 28. Juni 2006   •   Label:  Lifeforce Records
04. September 2006

In welches Genre man „Barricades“ packen soll, lässt sich nur recht schwer sagen. Am ehesten lässt sich das neuste Werk der 5 Belgier wohl im Emocore Berreich ansiedeln, doch geht man ein wenig ruhiger und stellenweise ein wenig fröhlicher als Genre Kollegen vor. Vielleicht wäre die Bezeichnung Screamo wohl am passensten, doch da heutzutage eigentlich niemand wirklich genau weiß was Screamo genau ist enthalte ich mich meiner Meinung. Kommen wir viel lieber zu den wichtigen Sachen und zwar der Musik. Dead Beforce Disco bieten eine breite Mischung aus Indie Rock, ein wenig Prog, mit einem ganz leichten Metal Einschlag aus den diversesten Core Genres. Raus gekommen ist eine recht gefühlsbetonte, melodische und abwechselungsreiche Platte. In der Regel wird gesungen, aber Frontman Ioan lässt es sich nicht nehmen auch ab und zu mal seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen und das Mikro zusammen zu brüllen. Manchmal nimmt zwar einen argh melancholischen Einschlag bei den Liedern, doch die Gesamtstimmung ist recht positiv und man könnte es eigentlich sogar als gute Laune Platte bezeichnen, was ich als recht angenehm empfand, da Genre Kollegen eher versuchen an die Tränendrüse des Hörers appellieren und mich so was eher verschreckt. Das versuchen Dead Before Disco zwar teilweise zwar auch, aber es ist weder aufdringlich noch zu oft da, so dass es gar nicht wirklich auffällt und meistens eigentlich so schnell wieder vorbei ist, wie es gekommen ist. Eine dickes Ding was die 5 Belgier uns abliefern und man merkt, dass Belgier auch mehr als nur Pommes machen können. Aufhorchen musste ich dann mal bei dem Track „Matchstick Girl“, wo die Jungs mal ordentlich aufs Gaspedal getreten haben und mal ne Nummer an härte Zugelegt haben, etwa wie Kollegen von Atreyu, dabei aber nicht die Melodie vergessen. Aber auch die ruhigeren Nummern wie „Modern Times“ haben selbst mir gefallen und das will schon was heißen! In allem ist „Barricades“ mit seinen 10 Tracks eine sehr runde Sache ohne Kanten. Fehlen tut mir für eine bessere Wertung noch der gewisse wow Effekt, oder ein Novum. Trotzdem ist „Barricades“ absolut hörenswert und wird Fans von „Coheed And Cambria“ bis hin zu „Atreyu“ sicher gefallen.

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