Doch ich sollte eines besseren belehrt werden. Was die deutsche Band Deadsoil hier abliefert ist alles andere als schlecht und die Bezeichnung gut bei weitem untertrieben. „Sacrifice“ ist einfach geil und für mich, auch wenn das Jahr erst halb rum ist, eine der besten Metalcore Alben des Jahres. Die Songstruktur ist einfach, aber genial. Mal wird auf die Tube gedrückt mit fetten Riffs. Im nächsten Moment folgt ein ruhiger Part mit cleanen Vocals und dann wird wieder losgeschrammelt. Dabei entwickeln Deadsoil ihren ganz eigenen Stiel, welcher frisch und unverbraucht wirkt. Und die Jungs sind kreativ, verdammt kreativ sogar. Dies merkt man unter anderem bei meinem Favoriten des Albums „Echoes“, bei dem der Chorus von einer gedoppelten Stimme begleitet wird.
Das hat mich alles sofort überzeugt und ich staunte nicht schlecht über das Album. Man scheute sich auch nicht es mal etwas ruhiger angehen zu lassen. Keine Sorge, Deadsoil driften zu keinem Moment in die Emo Ecke ab. Vielmehr werden die Tracks öfters von ruhigen, melodischen Parts mir cleanen Vocals unterbrochen, welche dem Klanggenuss einfach nur in die Höhe Treiben. Doch scheuen sich die Jungs nicht auch mal die Knüppelkeule aus dem Sack zu hohlen, wie man an dem Track „Collapse“ eindrucksvoll zu spüren bekommt. Ein Fest für die Sinne, ein Albtraum für den Nacken! Deadsoil schaffen es auf der einen Seite ein Album zu kreieren, welches man „genießen“ kann, aber auch „intensiv fühlen“, in Form von moshen, kann. Und das schaffen nicht viele Bands. Doch All dem Lob zum trotz gibt es aber auch ein wenig Kritik meinerseits. So geil Sänger Friedrich Weber auch shouten kann, finde ich doch, dass er bei den cleanen Parts manchmal ein wenig schwächelt. Trotzdem haben sich Deadsoil ihren Platzt und meinen favorisierten redlich Metalcore Bands verdient und ich hoffe dass die Jungs uns noch mit vielen Platten beglücken werden. Ich kann es kaum erwarten mich bad von den Livequalitäten zu überzeugen.
Ach und noch eine Kleinigkeit zum Schluss: Deadsoil kommen nicht, wie ich oft gelesen hab, aus Schweden, sondern aus Deutschland. Trotzdem kann man von einer gewissen „Schweden-Qualität“ bei Deadsoil sprechen. Reinhören!
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren