Ob die Wahl mit Steev Esquivel (Skinlab) die beste Wahl war, ist nicht immer klar. ich schwanke von Song zu Song. Beispielsweise finde ich ihn beim Opener irgendwie zu modern, beim Titeltrack fühlt man sich jedoch unweigerlich an einen brüllenden Chuck Billy erinnert, da der Song insgesamt an alte Testament erinnert. Überhaupt definieren Defiance mit diesem Album den Begriff Old School Bay Area Thrash mal wieder ganz klar: fette Riffs, leicht schräge Vokals und mitunter vertrackte Songstrukturen. Das ganze wird in rumpeligem Soundgewand präsentiert und schon hat man die perfekte Zeitmaschine ins Jahr 1988/89/90. Mike Kaufmann sagte, man habe das Gefühl gehabt, die Band damals verfrüht aufgelöst zu haben. "The Prophecy" zeigt, dass man in der Lage war, den Geist der damaligen zeit ins neue Jahrhundrt zu retten.
Das Album dürfte also allen Bay Area Jüngern gefallen, leider sind aber auch nicht alle Songs von gleicher Qualität oder Eingängigkeit und mitunter wird dem hörer ein wenig Sitzfleisch und Einhörzeit abverlangt.
Am Ende des Tages verdeutlicht "The Prophecy" jedoch, dass Thrash Metal der alten Schule gegen jede noch so hippe Metalcore Plage bestehen kann. Dennoch bleibt unterm Strich zu wenig erinnerungswürdiges "Hitmaterial" hängen, so dass "The Prophecy" Gefahr läuft nach einigen Durchläufen von einprägsameren Veröffentlichungen der zunehmenden Konkurrenz überrundet zu werden.
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