Klar, nicht alle Songs zünden wie Silvesterraketen, doch die Mischung aus rauhem Riffing, ordentlichem Tempo und dem für deutschen Thrash typischen furztrockenen Sound lassen mein Herz deutlich höher schlagen. Über dem ganzen Gebrettere liegt die Stimme von Charly Steinhauer, dessen Gesang diesmal vom Tontechniker mit einer Portion Hall versehen wurde, wie man es von frühen Produktionen á la Poltergeist & Co kennt.
Aber die Herren haben sich nicht nur auf das Gaspedal verlassen, sondern sie zeigen sich - und hier verstehe ich den Kollegen Staubach nicht - facettenreich und stellenweise recht eingängig. Während Songs wie "No Place To Survive" in erster Linie den Thrasher gefallen dürfte, hat etwa "Planet Terror" doch durchaus viel Eingängiges. Absoluter Hit der Scheibe ist für mich "Evolution Reset". Ein Song mit politischem Anspruch und absolut genialem Refrain, der sofort ins Ohr geht und dort auch für eine ganze Weile bleibt.
Für mich ist "Riot Squad" somit eine der besten Paradox Scheiben seit langer Zeit. Zwar werden die Jungs mit ihren Alben wohl nie über einen gewissen Kultstatus heraus kommen, da die Kompositionen für den großen Erfolg nicht zündent genug sind. Der Freund des trockenen deutschen Thrash Metal dürfte hier jedoch zufriedengestellt werden. In Zukunft wünscht man sich vielleicht mehr Song der Marke "Evolution Reset".
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