VÖ: 22. Oktober 2007 • Label: Century Media Records
08. Dezember 2007
Mit der frisch gewonnenen Freizeit wussten beide offensichtlich nichts Besseres anzufangen, als eine neue Band zu gründen. Das geistige Kind dieser Neugründungsbestrebungen wechselte mehrfach den Namen (mal hieß es Rebel Angels, mal Elizium) bis man sich auf den Namen Devian einigen konnte. Flugs wurde noch eine vollständige Besetzung hinzugeholt und ab ging die Post. Mit „Ninewinged Serpent“ erscheint nun das erste Album des Vierers, eine trickreiche Mischung zwischen Black und Death Metal mit melodischen Elementen. An der Frickelarbeit ist von Anfang an nichts auszusetzen: Zwar bleiben die insgesamt zehn Kompositionen ü-berwiegend im rockenden Midtempo-Bereich und büchsen nur dann und wann in schnellere Gefilde aus, sind aber durchweg auf hohem techni-schen Niveau, ohne unübersichtlich zu werden. Aus dem Black Metal hat man sich die hohem Lead-Gitarren und die frostig-karge Athmosphäre ge-borgt, aus dem Death Metal das treibende, vorwärtspreschende Element. Man könnte es stellenweise glatt genießen…
…wäre da nicht Legions Stimme. Sein raues Geraunze liegt über jedem Song wie eine Käseglocke, immer gleich, immer undifferenziert und immer tierisch nervig. Wenn er wieder anfängt, auf seinen Stimmbän-dern herumzuholzen, denkt man unwillkürlich: „Ich will die Gitarren hören, kann der Kerl nicht mal kurz die Klappe halten?!“ Tut er aber nicht. Und so raubt die Eintönigkeit von Legions Vocals beinahe jedem Titel seine Ein-zigartigkeit. Wenn die Scheibe durch ist, ist man froh über die plötzlich eintretende Stille. Hängen geblieben ist dann jedoch leider kein einziger Song, sondern fast nur eintöniger Brei. Insofern sind Devian noch deutlich steigerungsfähig.
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