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Diablo Swing Orchestra - The Butcher´s Ballroom

VÖ: 21. September 2007   •   Label:  Candlelight
von Marc Stoffregen
11. Dezember 2007

Umso frischer und unbekümmerter ist das Material, was die sechsköpfige Combo hier auf uns loslässt. Das beachtenswerte Werk bietet uns 13 kompakte, abwechslungsreiche Songs, die in 2 Akte unterteilt sind. Wie der Bandname vermuten lässt, besteht ein Großteil der Einflüsse der Musik aus Swing. Aber auch darüber hinaus gibt es viel zu entdecken: Elemente, die historisch gesehen viel weiter zurückreichen, wie z.B, Barock- und Rokoko Einflüsse. Aber auch klassisches, orientalisches, und mexikanisches Mariachi Stückgut hat auf „The Butcher´s Ballroom“ seinen Entfaltungsfreiraum bekommen. Mal geht es ruhig zu, dann wieder groovig und treibend, aber es wird nie zu dick aufgetragen. Zusammen mit dem Metal-Kern der Musik ergibt das so manches, nettes, erfrischendes Musikerlebnis. Auch progressive Anleihen sind hier auszumachen. Instrumental bereichern ein Cello, Flöten, eine Orgel, Trompeten, ein Hauch synthetische Elektronik und ausgefallene Insrumente wie z. B. das Didgeridoo den neuartigen Gesamtsound. Darüber hinaus gibt es allerdings noch viel mehr zu entdecken. Ob allerdings tatsächlich so eine Instrumentenvielfalt eingesetzt worden ist oder ob diverse Klänge einem Synthesizer entsprungen sind, sei mal dahingestellt. Die Leadsängerin erinnert dabei mit ihrem größtenteils operesken und sopranartigen Gesang stark an Ex-Nightwish Frontfrau Tarja Turunen, macht ihre Sache aber nicht minder schlecht und gibt sich zudem noch wesentlich variabler und zeigt uns ihr Können auch in normalen Stimmlagen. Teilweise sind auch mal tiefe, männliche Vocals zu hören. Insgesamt bringen die Schweden mal was völlig neues, was nicht schon ausgelutscht ist. Auf „The Butcher´s Ballroom“ herrscht kreatives Chaos, dass sich aber seiner Homogenität und Geschlossenheit jederzeit bewusst ist. Der positive Gesamteindruck wird durch eine glasklare Produktion abgerundet. Diesem Orchester sollte man definitiv Gehör verleihen, denn es hätte eine breitere Hörerschaft verdient. Ein bemerkenswertes Debüt.

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