VÖ: 11. September 2007 • Label: December Moon Productions
von Marc Stoffregen
11. Dezember 2007
Die Stimmung der Musik fängt das Albumcover mit seiner Winterlandschaft (Schneewüste, schneebedeckte Tannen) und der apokalyptisch wirkenden, dunklen Wolkenfront samt Dämmerung ganz gut ein. Die 4 Tracks ergeben zusammen eine Spielzeit von 22 Minuten und das Werk an sich wirkt recht homogen und geschlossen und vermittelt dem Hörer nicht wirklich den Eindruck mehr als einen Song zu hören, aber das passt schon so ganz gut und ist sicherlich auch nicht ungewollt. Stilmäßig hat man sich, man könnte es beinahe erahnen, dem Black Metal verschrieben. Allerdings neigt man nicht nur zu Folk- und Viking-Anleihen, sondern hegt und pflegt sie geradezu. Spontan fallen mir hier einige Parallelen, gerade zu den ersten zwei, drei Ulver Alben ein. Hervorstechendes Merkmal ist bei dieser Mini-CD der durchgehende Einsatz einer Akustik-Gitarre, die zumeist im Vordergrund die metallische Komponente begleitet. Der Sound erzeugt eine trist-traurige Melancholie und vermittelt stark das Gefühl von Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit. Der Gesang ist passend dazu ziemlich heiser und oft etwas mit Hall in den Hintergrund gemischt. Sicherlich ist dies alles nicht spektakulär und neu, aber es ist stimmig. Eine gute Produktion rundet diesen Silberling ab und macht „The Streams Of The End“ zu einem kleinen, empfehlenswerten Trip durch die kalten, skandinavischen Wälder und wer gut Obacht gibt, entdeckt vielleicht auch eine einsame, verlassene Holzfällerhütte, in der er sich am Feuer wärmen kann.
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren