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Engraved - Days We Dread

VÖ: 30. Mai 2012   •   Label:  Eigenproduktion

Zunächst müssen wir uns mal orientieren und sehen, um welche Band mit dem Namen es sich überhaupt handelt. Metal-archives.com listet alleine 6 Bands mit dem Namen, darunter eine aus Deutschland, aus Polen, aus Holland, den USA und sogar der Türkei. Bei„Days We Dread“ handelt es sich jedoch um das Demo eines Trios aus Schweden und dieses braucht die internationale Konkurrenz nun wirklich nicht zu fürchten. Nach einer 18jährigen Bandgeschichte und einer Reihe von Demos sollte man auch vermuten, dass Eklund & Co wissen, was sie tun. Tatsächlich kann „Demo“ Numero 5 auch mit richtig gut produziertem Melodic Death Metal alter Schule punkten. Allerdings wird hier nicht nur mal schnell der musikgeplagte Elch gekillt, sondern das Trio zerlegt den größten bekannten Hirsch fachmännisch und man merkt, dass sie mit einer gehörigen Portion Erfahrung zu Werke gehen! Während traditioneller Death Metal, der irgendwie zwischen ENTOMBED auf „Left Hand Path“ und BENEDICTION zu „The Dreams You Dread“-Zeiten liegt, die Grundlage für das musikalische Feuerwerk liefert, bedient man sich freimütig in anderen stilistischen Schubladen. „The Day We Dread“ hat einen deutlichen Gothic Einschlag und verbindet den Todesmetal mit The 69 Eyes-mäßigen Trauermelodien. "Harvest of the End“ hingegen bietet einerseits knochenharten Death Metal, bindet aber auch Elemente ein, die man etwa von SENTENCED auf „Amok“ kennt, aber auch von CHILDREN OF BODOM. Die Zweigleisigkeit von echten Growls und cleanen Vocals der Marke DARKSEED verleihen dem Song seine ganz eigene Note. Am Ende fasst „The Resurrection…“ die musikalische Botschaft der Schweden dann nochmal zusammen: auch ohne das Rad neu zu erfinden, kann man 20 Jahre nach der Hochzeit des skandinavischen Death Metal noch originelle Songs schreiben, die Melodien mit einem ordentlichen Wums versehen, ohne sich jedoch auch nur im Geringsten an irgendwelchen „-core“-Entwicklungen anzubiedern. „Days We Dread“ ist hörenswert und daher auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Bliebe den Jungs nur noch zu wünschen, dass es zur Volljährigkeit ihres Babys auch mal mit einem Plattenvertrag klappt!

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