Zum Hauptinhalt springen

Giant X - I

VÖ: 17. Januar 2013   •   Label:  Steamhammer/Spv

Über Rock’N’Rolf muss man der Metalgemeinde sicherlich keine langen Vorträge machen. Sein Duo-Partner Peter J. Jordan ist hingegen weniger bekannt, obwohl er bereits seit 2005 bei RUNNING WILD mitwirkt, als Livegitarrist mit FAIR WARNING auf der Bühne steht und mit verschiedenen namenhaften Künstlern im Studio gearbeitet hat.

Nun liegt mir das vermaledeite „Shadowmaker“ Album noch etwas quer im Magen, doch das Sideprojekt der Hanseaten macht schon mit dem Opener „On A Blind Flight“ Hoffnung, dass einem hier kein zweiter Armageddon bevorsteht. Dass Metalpirat Rolf nach seichterer musikalischer Unterhaltung dürstet, deutete sich ja bereits mit vermeintlichen Partysongs á la „Me & The Boys“ an, doch im Gegensatz zu den peinlichen RUNNING WILD Eskapaden, kann „I“ mit solidem Songwriting aufwarten. Songs wie „Let’s Dance“ bieten traditionelle Rock’N’Roll Riffs in metallischem Gewande und Titel wie „R.O.C.K.“ oder „Soulsurvivors“ greifen in Idee und Sound hardrockende Riffs der späten 80iger auf. In „Badland Blues“ wird dann auch tatsächlich mal geslidet, so dass man fast einen Hauch CINDERELLA oder GREAT WHITE aus den Boxen kommen hört. Bester Song der Scheibe ist für mich allerdings das eingängige „Don’t Quit Till Tomorrow“. Logischerweise erinnern alle Stücke insofern musikalisch an RUNNING WILD, als dass Rolf die Vocals übernommen hat. Doch damit erschöffenen sich die Parallelen zu seiner jüngst auferstandenen Stammband, die mit „Shadowmaker“ aber ja bestenfalls ein zombieeskes Gruselkabinett des Metal abgeliefert hatte.

GIANT X erfinden nichts neu, sind deutlich hardrockiger als RUNNIGN WILD und greifen offensichtlich die Vorlieben des Duos für die 80iger Jahre Hardrock und Metal Bands auf. Nun ist „I“ beileibe keine musikalische Offenbarung und wirklich sensationelle Songs gibt es auch nicht im Überfluss, dennoch ist das Debüt des Projekts grundsolide. Während sich mit laufender Spielzeit hier und da ein paar Längen einschleichen, können vor allem „On A Blind Flight“, "Now or Never" und „Don’t Quit Till Tomorrow“ als überlebensfähige Hardrocker bezeichnet werden. Nicht grandios, aber grundsolide und deutlich besser als „Shadowmaker“!

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?