Es ist mal wieder einer dieser Tage? In der Kantine war die Currywurst aus und es gab nur noch vegetarisches Essen, dein Lieblingsverein hat verloren, in deiner Stammkneipe gab es nur noch Winterbock, du wurdest zugeparkt und die Milfs deiner Videosammlung sind gar keine Mütter und am Ende wird auch nicht geheiratet. Für solche Tage gibt es sicherlich etwas von Ratiopharm.
Aber um Ordnung in das Gefühlschaos zu bringen und die Gedanken einmal so richtig durchpusten zu lassen, ist das neue Album „Furor incarnatus“ von FEARED um einiges besser geeignet.
FEARED wurde als Bandprojekt von Ola Englund (SIX FEET UNDER) im Jahre 2007 ins Leben gerufen, um zusammen Mario Ramos und Kevin Talley (SIX FEET UNDER, ex-CHIMAIRA, ex-DYING FETUS, ex-MISERY INDEX) technischen Deathmetal zu zelebrieren.
Doch auch wenn das brutale und zugleich groovige Geschrote einen breiten Raum einnimmt, so finden sich immer wieder auch melodiöse, doomige Passagen zum Luftholen ('Warbound'). Daneben machen mörderische Riffs ('Devil in white'), gekonnt soulige Solos ('Neverlasting'), groovige Grooves und monströse Vocalparts ('Psycho logic') diesen Longplayer zu einem wahren Allheilmittel gegen all das Nervige, Ätzende und Störende auf dieser Welt. Und spätestens mit dem Outro „End“ sollte man mit der Welt wieder versöhnt sein.
Darüber hinaus kann auch das Songwriting überzeugen, denn die Stücke bestechen durch eine ungemeine vielfältige Kraft, abwechslungsreiche Dynamik und bunte Brutalität ('Impending Doom'). Programmatisch und zum Hereinhören sehr gut geeignet: 'Satan'.