Feared - Synder
Dafür eignet sich der neue Longplayer von FEARED in einzigartiger Weise, denn die Mannen um Ola Englund (THE HAUNTED, ex-SIX FEET UNDER) haben ihrer brutalen Kreativität wieder einmal freien Lauf gelassen und erfreuen uns mit ihrem nunmehr dritten Album in drei Jahren!
Weltklasse, den auf der einen Seite geht es gewohnt heftig zu Sache: infernale, mitreißende Riffs, diabolische Growls, druckvoller Bass und dynamisch vorwärts bretternde Drums treiben den Sound gekonnt vor sich her und errichten der todesmetallischen Brutalität ein einzigartiges, monumentales Denkmal. Auf der anderen Seite offenbaren FEARED auf ihrem neuen Opus aber auch eine um einiges dunklere und düstere Seite, vor allem in Form der hintergründigen, fast schon hypnotischen Melodik, die sich immer wieder wie ein Schattengewächs unter der betonierten Brücke Bahn bricht. So und nicht anders muss überzeugender Death Metal klingen.
Mitunter wird der eingeschlagene Weg kurzzeitig verlassen und die Atmosphärik und die Intensität inmitten der groovigen, riffigen Härte durch vereinzele Klargesang-Partien noch gesteigert. Darüber hinaus wird Diversity und Abwechslung groß geschrieben, wird das Tempo doch immer wieder variiert, wie in 'Dying Day', dessen gewaltsamer Parforceritt mitunter für entschleunigte Passagen unterbrochen wird. Hinzu kommen die organischen Wendungen innerhalb der Songs, die einem bei jedem Hören etwas Neues entdecken lassen ('The Narcissist'). Stilbildend sind zudem die kreischenden, souligen Soli, die Tracks wie dem düsteren, mitreißenden Groovemonster 'War Feeding War' noch das besondere Etwas verleihen. Herausragend und programmatisch sind 'Caligula' und 'My Grief, My Sorrow'.
Kurz: Mit ihrem neuen Longplayer "Synder" errichten FEARED dem Todesmetal ihr bisher monumentalstes, vielfältigstes und größtes Denkmal: ein einzigartiges, düsteres Groovemonster, das trotz der Dominanz der dynamischen Brutalität auch der infernalen Melodik gebührenden Platz einräumt. Hammer! Kaufen!