Freedom Call mussten sich seit jeher den Vorwurf gefallen lassen klebrig-süßen Barbie-Metal zu spielen. Diesem Vorurteil wird auch mit dem mittlerweile siebten Studioalbum kein wirkliches Gegenargument entgegengestellt. Der Großteil der 14 Songs der Standardversion des Albums (welches zusätzlich noch als Special Edition und LP erscheint) wirkt wie eine musikgewordene Version des Paradiesvogels Harald Glööckler. Dass die Band auch erdiger zu Werke gehen kann, zeigt etwa „Terra Liberty“ oder auch „Space Legends“. Zu anderen Zeiten hingegen werden meterhohe Keyboardwände mit poppigen Melodien gekoppelt, so dass auch Tante Trude möglichst schnell freudig erregt mitschunkeln kann. Zwar bedienen sich die Herren um Bandkopf Chris Bay häufig der Double Bass, doch die Melodien wirken stellenweise etwas ausgetreten („Rockstar“, „Rockin‘ Radio“) und können mit Hits wie „Land oft he Light“, „Mr. Evil“ oder „Flame in the Night“ nicht mithalten.
Freedom Call bieten 2012 das, was die Fans erwarten: melodischen Power Metal mit Kuschelgang im Fahrwasser von Edguy, Helloween, Bloodbound & Co. Während mir das Songwriting etwas schwächer als auf vergangenen Alben erscheint, liefern die Jungs doch genau das ab, was von ihnen erwartet wird.
Tourdaten 2012:
03.03. D-Esslingen – Komma (R.O.W. Benefiz Festival)
04.03. D-Nürnberg – Hirsch
08.03. CH-Pratteln – Z7
09.03. D-Kaufbeuren – Allkart Halle
10.03. D-Aschaffenburg – Colos-Saal
11.03. D-Bochum – Zeche
16.03. D-Andernach – JUZ Live Club
18.03. D-Hamburg – Marx
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