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Gameface - Now Is What Matters Now

VÖ: 20. Februar 2014   •   Label:  Redfield Records

Damals im Jahre 1993, als wir auch noch so richtig jung waren, sich die Twilight-Redaktion in seltsamen Orten zum gemeinsamen Besprechen von neu erschienen Platten traf, wobei das ein oder andere Mitglied einen Lampenschirm (oder war es eine Schüssel?) auf dem Kopf trug, und als die legendäre Hildesheimer Band VICTIM ihr Unwesen trieb, da fanden sich auch die Südkalifornier von GAMEFACE zusammen, um punkigen poppigen Alternative Rock zu machen und ein Leben als Rockstar zu führen. Doch schon zehn Jahre später war der Traum aufgrund personeller Irritationen und Differenzen ausgeträumt.

Nun weitere zehn Jahre später besannen sich die Jungs auf ihre alten Ideale und rauften sich wieder zusammen. Das Ergebnis ist der neue Longplayer, der unter dem Titel "Now Is What Matters Now" in die analogen und digitalen Plattenläden kommt.

Und die Jungs haben nichts verlernt. Alternative Rock vom Feinsten mit unverkennbaren Wurzeln in den 90er Jahren. Da lassen durch die Blume Bands wie JIMMY EAT WORLD, OUR LADY PEACE oder NADA SURF grüßen. Da reihen sich frische rockige Hymnen wie 'Regular Size' und 'Now' aneinander, die neben aller Dynamik auch ein hohes Nachdenklichkeits- und Melancholiepotenzial haben. Herrlich!

Mit 'Lifetime Achievement Award' besinnen sich GAMEFACE unüberhörbar auf ihre punkigen Wurzel. Da geht es uptempomäßig straight forward, um dann verlangsamt wie die BEATSTEAKS in ihren besten Songs in einen melodischen Groove zu verfallen. So sieht musikalische Vielfalt aus.

Das gilt auch für das ausgefeilte Songwriting, das immer wieder auch auf unerwartete Wendungen setzt, wie das hitverdächtige 'Frames' zweifellos unter Beweis stellt. Herausragend ist auch der omnipotente und nachdenkliche Rausschmeißer 'My Troubled Half'', mit hamondorgelartigen Hintergrundpassagen und mehr als gefühlvollen Leadgitarrenparts.

GAMEFACE legen mit "Now Is What Matters Now" ein erwachsenes, kraftvolles Alternative-Rock-Album vor, von dem sich die meisten der jungen Genre-Größen in Punkto Songwriting, Dynamik und Vielfalt eine gewaltige Scheibe abschneiden können. Denn das Album macht trotz seiner Melancholie einfach Spaß.

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