Zum Hauptinhalt springen

Gespenster-Krimi – Mörderbäume (01)

VÖ: 15. Januar 2015   •   Label:  Contendo/Audioanarchie

Den Auftakt bildet eine Adaption von Earl Warrens „Mörderbäume“ und Markus Topf (u.a. MORD IN SERIE) hat die Vorlage hörspieltauglich gemacht. Und wie es sich für eine Auftaktfolge gehört, hat man gleich eine ganze Armada hochkarätiger Sprecher für das Projekt gewinnen können. Doch auch die Geschichte überzeugt, zumindest wenn man bereit ist sich auf eine Mischung aus Krimi und Fantasy-Story einzulassen.

Denn schon in der Auftaktszene wird klar, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Mitten im Wald werden drei Pfadfinder plötzlich von den Bäumen angegriffen – nur zwei der drei Jungs gelingt die Flucht. Die Schwester des vermissten Jungen, Vera Lorrimer (gesprochen von Christine Pappert, die u.a. Carrie in „King of Queens“ ihre Stimme lieh), macht sich auf, um in den schottischen Grampian-Mountains nach ihm zu suchen. Doch sie stößt lediglich auf eine Mauer des Schweigens und offene Feindschaft. Warum ist sie den Dorfbewohnern nicht willkommen? Warum will niemand ihre Fragen beantworten? Und warum sorgt der Name Achaz bei den Menschen für einen Schauer? Erst als sie auf eigene Faust in den Geisterwald zieht, scheint langsam Licht ins Dunkel zu kommen. Doch eigentlich wird die Geschichte nur noch verworrener als sie auf den jungen Edward Mackintosh trifft, der nicht nur kleidungsmässig an MANOWAR erinnert, sondern auch von der modernen Welt so viel Ahnung hat wie die Kings of Metal von Modern Metal.

Schließlich kommt es nicht nur zum Showdown zwischen den erbitterten Gegnern Vera und Achaz, sondern auch zwischen zwei Welten. Doch wenn Vera annimmt, dass sich Achaz so einfach besiegen lässt, dann hat sie sich geirrt. Der mächtige Magier hat Vorsorge getroffen und kehrt sogar aus dem Reich der Toten zurück, um sein grausames Werk fortzusetzen.

Die Kombination zwischen magischer Fantasy-Welt voller Geister, Zauberer und Fabelwesen und dem Groß Britannien der Neuzeit wirkt ebenso befremdlich wie faszinierend. Mit einem bitterbösen Jürgen Thormann (u.a. Grummel Griesgram, Drei Fragezeichen u.a.) als Achaz, Volker Brandt als James Dennison und vielen anderen genialen Sprechern wird die erste Folge der Grusel-Krimis tatsächlich zu einem Gänsehauthörspiel. Zwar fällt der Gruselfaktor weniger erschütternd aus als man es verschiedentlich von den MORD IN SERIE Hörspielen kennt, aber die Altersempfehlung von 16 Jahren ist dennoch angebracht, denn immerhin pflastern Leichen den Weg des Bösewichts Achaz.

Im Booklet findet sich zudem noch ein Interview mit Earl Warren und die Wurzelfratze auf dem Cover rundet das Gesamtbild von „Mörderbäume“ positiv ab.

Fazit: Mit „Mörderbäume“ ist dem Contendo/Audioanarchie Team ein hervorragender Start in die Horror-Hörspiel Sparte gelungen. Wenn es ihnen gelingt diese Qualität zu halten, dann dürften sich die Gespenster-Krimis bald ebenso bei den (jungen) erwachsenen Gruselfreunden etabliert haben, wie das TEAM UNDERCOVER bei den Abenteuer-Fans. Ich gehe Nachts jedenfalls nicht mehr ohne Scotland Yard in den Wald.

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?