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Glacier – The Passing of Time

VÖ: 29. Oktober 2020   •   Label:  No Remorse Records
Doch die Geschichte der Band aus Portland ist ohnehin alles andere als gewöhnlich. Nach einer – zumindest im Untergrund – vielbeachteten EP im Jahre 1985 plätscherte die Karriere noch weitere fünf Jahre vor sich hin, bevor man sich trennte. Die Rückkehr erfolgte schließlich über den Weg der Tributband DEVIL IN DISGUISE und erst das anhaltende Interesse an der Band (z.B. bei einem Auftritt auf dem K.I.T. 2017) bestärkte die Truppe darin wieder unter dem Originalnamen aufzutreten.
Abgesehen von SKELETORS vereisten Höhle auf dem Cover, schlägt die Band auch musikalisch den perfekten Bogen in die Vergangenheit, denn mit „Live for the Whip“ und „Sands of Time“ wurden zwei Songs aus den 80ern mit auf’s Abum genommen – die zudem noch von den Originalmitgliedern Tim Proctor und Loren Bates mit eingespielt wurden. Das Schöne ist jedoch, dass es zwischen diesen alten Nummern und neuen Tracks wie „Ride Out“ oder dem genialen Opener „Eldest and Truest“ keinen stilistischen Bruch gibt. Alles klingt wie frisch geschmiedet. Es gelingt GLACIER über die gesamte Spielzeit die Flamme des True Metal am Brennen zu halten, ohne dabei in den Kitsch abzurutschen oder untergrundig schräg zu klingen. Insofern gelingt den Amis der Spagat zwischen metallischer Trueness und Eingängigkeit, vor allem auch daher, weil man ein glückliches Händchen für Choruslines beweist.
Keine Band dürfte die alte Weisheit „Was lange währt, wird endlich gut“ besser verkörpern als GLACIER. Die Amis liefern mit „The Passing of Time” ein hörenswertes Stück Schwermetal ab, welches sowohl Fans von DOKKEN als auch von FIFTH ANGEL gefallen müsste.


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