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Gloryful - The Warriors Code

VÖ: 23. Mai 2013   •   Label:  Massacre Records
von Linus-Henry Meyer
12. August 2013

Was diesen Sommer aus dem Pott mit einer „Fist of Steel“ über Deutschland in der Gestalt von Gloryful hinweg zieht, kann sich sehen lassen. Wirkt das CD-Cover mit Schimäre, Eisbär, 90-60-90 Kriegerin und goldenem Schriftzug vielleicht als Vorgeschmack auf eine Metal-Vertonung eines Fantasyromans , wird man, Odin sei Dank, enttäuscht: Hier bekommt man 55 Minuten feinsten und kitschfreien Heavy Metal geboten, der im Uptempo-Bereich mit einer gehörigen Portion Doublebase, schiebenden Rhythmusgitarren, fetten Gitarrenmelodien und Johnny La Bombas melodiösen und gleichzeitig rauen Gesangs den Zweiflern und Warmduschern jede Falte aus dem Sack bügelt.

Vergleichen ließe sich das Machwerk am ehesten mit WIZARD oder STORMWARRIOR, doch hört man ganz klar, dass hier die Wurzeln doch weiter zurückreichen. Die unverkennbaren NWoBHM-Anleihen in den Bass- und Gitarrenriffs, vor allem „Breaking Destiny“ sei hier erwähnt, treffen auf eine Fette Produktion im Stile von GRAVE DIGGER, sodass keine Langeweile aufkommt. Was diese Band und ihr Debütalbum sympathisch macht ist, dass man Spielfreude und ihre Liebe für die beste Musik der Welt jede Sekunde heraushören kann, aber dafür muss man geschaffen sein: „You’re not choosing Metal. Metal chooses you!“

Natürlich erfinden Gloryful das Rad nicht neu und erfolgreichen Heavy Metal aus dem Pott gibt es auch am hart umkämpften Markt zur Genüge, dennoch ist es erfrischend neben den ganzen modernen Metaltrends auch mal ein paar True-Metaller zu finden, die das Genre ohne Fremdschämen in die Neuzeit retten! Ohne Keyboards, Synthies oder operettenhaften Vocals wurde hier ein amtliches Heavy-Power Metalwerk der alten Schule geschaffen. Produziert wurde das Ganze übrigens vom Schweden Dan Swäno. Für ein Erstlingswerk wirklich fett, wir freuen uns auf mehr!

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