An sich ist es bei der Flut an Veröffentlichungen sinnvoll, ein Split Album anstelle von 2 Eps rauszuhauen. Aber nur die Idee reicht nicht - es geht natürlich um den Inhalt. Den Anfang machen GLUTTONY, deren Debüt aus 2014 Schweden Death Metal der Extraklasse bot. Schon auf diesem Album wurden die Songs der bisherigen Demos verwendet, die nun erneut auf dieser Split veröffentlicht werden. Wer braucht das, zumal der Sound noch schlechter ist? Klar sind ´Eaten Alive´ und insbesondere ´Coffinborn´ starke Songs, aber muss man die in vier Jahren auf vier verschiedenen Formaten veröffentlichen? Nein. Das hat doch stark den Anschein von Schreibblockade. Die beiden neuen Songs der Platte sind gut, da kann man eine 7 Inch machen oder sie in der Hinterhand für ein neues Album behalten. Wenn man diese neuen Songs mitrechnet haben GLUTTONY - die seit 2009 bestehen - zehn Songs und ein Cover auf die Kette bekommen, das ist ja OK, aber definitiv zu wenig für 4 Releases. Und das Cover von ´Paint It Black´ kann man live bringen, für die Veröffentlichung auf Konserve ist mir das zu wenig. Schade, dieses Release zieht meine bisher hohe Meinung über die Schweden runter.
Nach sechs Songs übernehmen dann SORDID FLESH. Erfreulich ist, dass es hier bis auf ein JUDAS PRIEST Cover neue Songs gibt. Leider werde ich mit der Musik nicht richtig warm. Was ich den Schweden hoch anrechne, ist, dass sie nicht einfach den schwedischen Sound fahren, sondern es schaffen, den Songs einen eigenen Klang zu geben. Die Gitarren sind nicht ganz so tief gestimmt und bei den Gitarrensoli schimmert immer wieder klassischer Metal – der nicht meins ist - durch. Da macht es dann auch Sinn `Ram It Down´ zu covern. Auch wenn ich mich über einen arbeitsfreien Karfreitag gefreut habe, werde ich wohl nie ein großer Anhänger von JUDAS PRIEST. Das Cover ist die klassische Übersetzung in den Death Metal. Mir ist der Sound von SORDID FLESH insgesamt etwas zu fisselig. Die Schweden können trotz vieler guter Ideen keine Atmosphäre kreieren, die mich in ihren Bann zieht. Wer mit einer Mischung aus Klassischem und Death Metal was anfangen kann, für den ist die B Seite sicher etwas. Wer auf guten schwedischen Old School Death Metal steht, sollte sich das gelungene Debüt von GLUTTONY besorgen.
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