Grave Digger - Return of the Reaper
Nachdem Boltendahl & Co im letzten Jahr die Löwenstadt beglückt haben, steht für diesen Herbst ein weiterer Besuch in unseren Breitengraden an, nämlich im Black Hand Inn. Darauf darf man sich umso mehr freuen, als dass „Return oft he Reaper“ hält, was der Name verspricht. Zwar waren GRAVE DIGGER ja nun eigentlich gar nicht wirklich weg, aber das hält so eine Metalkampfmaschine natürlich nicht davon ab, trotzdem mit einem Paukenschlag ins Rampenlicht zurückzukehren. Das neue Album enthält alle Zutaten eines typischen GRAVE DIGGER Langeisens: stampfende Drums, trockene Riffs und Chris‘ quäkige Reibeisenstimme. Mit Songs wie „Season oft he Witch“, „Road Rage Killer“ oder dem verhältnismäßig kurzen „Satan’s Host“ zeigt man, dass GRAVE DIGGER in verschiedenen Geschwindigkeiten zuhause sind. Ein Highlight der Scheibe ist für mich sicherlich „Death Smiles At All Of Us“, da sich die Band hier von ihrer stärksten Seite zeigt: eingängiger Refrain, gute Melodien und kernige Riffs. Aber für gute Metalsongs muss man nicht unbedingt ans Ende der Scheibe skippen, denn schon der Opener „Hell Funeral“ lässt die Kriegsaxt ordentlich kreisen. Wer schon ein wenig im digitalen Blätterwald gestöbert hat, der wird gemerkt haben, dass sich am Rausschmeißer mal wieder die Geister scheiden. Nach dem ersten Hören habe ich mich auch gefragt, ob mir die Ballade „Nothing To Believe“ nun gefällt oder nicht. Mit „The Ballad of Mary“ haben Bolthendahl und seine Mannen ja schon mal eine geniale Ballade abgeliefert. Und mittlerweile muss ich gestehen, dass „Nothing To Believe“ mit seinem kraftvollen Refrain in Sachen Schmusesongs für mich gleich hinter „Ballad of Mary“ rangiert. Somit gehört der Song für mich auch zu den absoluten Anspieltipps der Scheibe.
Der Reaper ist zurück und zwar mit einem richtigen Donnerschlag. „Return oft he Reaper“ hat alles, was ein richtig gutes GRAVE DIGGER Album braucht und knüpft für mich sogar direkt an Alben wie „Tunes of War“ oder „Knights oft he Cross“ an.