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Halloween - Terrortory

VÖ: 22. März 2012   •   Label:  Self Released/Pure Steel
Wie eine knöcherne Hand, die den Vorbeiziehenden aus dem feuchten Grabe unversehens am Knöchel packt, wirkt das “Comeback” Album “Terrortory” der legendären Halloween aus Detroit. Mit „Don’t Metal With Evil“ hatte man in eingeweihten Kreisen Mitte der 80iger für Aufsehen gesorgt, doch schon die Veröffentlichung des Nachfolgers „Victims oft he Night“ hatte sich bis Ende der 90iger verzögert. So wundert es kaum, dass die kuttentragende Metalgemeinde mittlerweile den Totenscheinfür die Horrormetaller ausgestellt hatte. Zum sprichwörtlichen Zuckerkuchenessen am Totenbett wurden die Re-Releases der ersten beiden Alben gereicht, aber kaum ein Fan dürfte tatsächlich mit einem neuen Album gerechnet haben. Veröffentlichungen wie „Horror Fire“ oder der „Evil Pieces“ EP (beide 2006) dürften wohl von der Masse der Metaljünger unbemerkt geblieben sein.

Be it as it may, “Terrortory” präsentiert sich mit 16 Songs gut aufgestellt, selbst wenn man „At the Gates“ als Intro und „Into the Afterlife“ als Instrumental abzieht. Für meinen Geschmack kann man der Band nicht absprechen, dass sie einen gewissen gruseligen Unterton in ihre Songs einbinden können. Leider steht der schwache Sound wirklicher Bosheit im Sinne eines „Abigail II“ Albums von King Diamond im Wege. Doch „Her Ghost comes out to play“ oder „Darkside Inside“ versprühen zweifelsohne eine gewisse Düsterness.

Halloween klingen roh und ungeschliffen. Ihr traditioneller US Metal enthält keine Anzeichen moderner Metalelemente, selbst wenn man im Opener auch mal moderne Rhythmik ausprobiert hat.

„Terrortory“ wird keine Revolution in der Metalszene auslösen, doch die Songs des Longplayers sind mitunter wirklich hörenswert. Schade, dass man dem Sound nicht mehr Wums und Aggressivität verpasst hat, dann würde „Terrortory“ sicherlich noch stärker wirken.

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