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Kissin Dynamite - Money, Sex & Power

VÖ: 22. März 2012   •   Label:  AFM
„Steel of Swabia“ und „Addicted To Metal“ gehören ohne Zweifel zu den Aushängeschildern der Neuen Wilden in der traditionellen Metal Szene, zu denen neben den Schwaben sicherlich auch bands wie Sturm & Drang gehören. Sänger Hannes knackt erst im Mai die 20 und doch könnene r und seine Jungs schon auf eine beträchtliche Karriere zurückschauen.

2008 zeugten Songs wie „Steel of Swabia“ bereits vom Potential der Jungs, auch wenn man Kompositionen wie „I hate Hip Hop“ wohl getrost unter Teenagermetal verbuchen durfte. Der Nachfolger konnte dann 2010 bereits mit einer ganzen Reihe anhörlicher Gassenhauer aufwarten: „Run for Your Life“, „Supersonic Killer“ oder „Love Me, Hate Me“.

Wieder zwei Jahre später scheinen die Jungs in die Hände einer lauwarmen Frisör- und Visagistentruppe geraten zu sein, so dass Poison, Mötley Crüe oder Twisted Sister fast wie graue Mäuse wirken. Musikalisch wird man diesen schweren Sleaze Waffen jedoch nicht gerecht, denn die Songs auf dem Drittwerk sind doch deutlich Metal dominierter als die optisch anvisierte Big Hair Sparte. „Money, Sex & Power“ kann dann auch nicht beim ersten Hören zünden. Zum einen hofft man, dass wenigstens alle Bandmitglieder schon mal Sex hatten, denn dieses Thema wird hier doch irgendwie zu Tode geritten. Nichtsdestotrotz wissen die meisten Songs am Ende des Tages dann doch zu überzeugen. Als erstes begann ich „Operation Supernova“ zu summen, später dann „She’s a Killer“. „Sex is War“, „I will be King“ und „Club 27“ kamen hinzu.

Gerade “Sleaze Deluxe” kann mich nicht überzeugen, was vielleicht auch daran liegt, dass das übertriebene Sleaze Image doch zu aufgesetzt wirkt. Hier scheint man die Renaissance des klebrigen Haarspraymetals als willkommenen Marketingtrick verwenden zu wollen. Als Rausschmeißer zeigt man sich dann musikalisch weltmännisch und hat den Metal kurzerhand vor die Tür gesetzt – vielleicht wollten Mama und Papa aber auch mal einen Song für Familienfeiern haben. Für mich ist „Six Feet Under“ ein überflüssiger Track.

„Money, Sex & Power“ ist ein weiteres gutklassiges Metal Album auf dem Curriculum Vitae einer nach wie vor jungen Band. Sie mögen vielleicht nicht unbedingt zu den originellsten Kapellen gehören, verstehen es aber, ihr handwerkliches Geschick songdienlich in Szene zu setzen.

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