Als mir 1994 das „Forsaken Dreams“ Album in den Briefkasten flatterte, handelte es sich bei der blutjungen Truppe um eine lupenreine Death Metal Kapelle, die mit voller Wucht den Hammer kreisen lies und dennoch bestrebt war, durch Melodien Wiedererkennungswert und Eingängigkeit in ihren Songs zu verankern. Aufgrund der hohen Qualität war es nicht überraschend, dass bald das Vollzeit-Debüt „Blood Is Life“ in die Läden kam. 1997 erschien dann das Nuclear Blast Debüt „From the Ground“, welches nun die modern werdende Mischung aus Death Metal und schmutzigem Straßenrock, kurz Death `N‘ Roll, propagierte. Ähnlich wie späte Carcass, versuchte die als „Rotting Misery“ gegründete Kapelle nun den rotzigen Sound von Motörhead mit den schweren Riffs und den tiefen Grunzern ihrer Anfangstage zu kombinieren. Diese Rezeptur wurde mit „Heads Will Roll“ weiter verfeinert. 14mal donnert der flambierte Hartwurstsalat aus den Boxen, wobei man bei einem Song wie „Off-Kilter“ auch mal lupenreine Twang-Gitarren hört. „Next Big Thing“ ist ein eingängiger Midtempohammer, der mit simpler Rifffolge und gegrunzter Melodie schnell in den Gehörgang geht. „Into the Dirt“ wirft mit eben diesem um sich und gehört zu den Highlights der Scheibe, setzt für Rock’N’Roller die Schmerzgrenze jedoch hoch, da hier doch viele Death Metal Wurzeln durchscheinen. Bei „Demon“ gelingt der Spagat zwischen den Genres fast perfekt. Vor allem die Drumpassagen geben dem Song Circlepit-Qualitäten. „Bad Mongo“ stellt am Ende dann sicher, dass man den Repeatknopf auch wirklich drückt, denn hier wird nochmal die melodiöse Seite der Band herausgestrichen. Das Ende des Kapitels ist dann der Hidden Track, der nach einer mehrminütigen Durststrecke einsetzt.
Nach „Heads Will Roll“ trennten sich die Wege von Crack Up und Nuclear Blast und es folgten zwei Alben beim deutschen Moonstorm Records Label, bevor bei Crack Up dann die Segel gestrichen wurden. Mir haben zwar die Death Metal Alben der Band besser gefallen, dennoch ist das nun vorliegende – und wie immer auf 2000 Stück limitierte – Album ein Beweis dafür, dass es auch in der Vergangenheit keinen stilistischen Stillstand gab, dass munter Stile gekreuzt wurden und man nicht für jeden Scheiß eine Bezeichnung mit –core finden musste. Insofern: früher war alles besser und Crack Up haben dazu beigetragen!
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