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Hel - Tristheim

VÖ: 06. April 2007   •   Label:  Det Germanske Folket
25. November 2007

Mit „Tristheim“ widmen Hel ihrer lei-seren Seite dann gleich ein ganzes Album, „auch, um sich nicht in einer stilistischen Ecke festzufahren“, so Skaldir. Dafür gab’s natürlich extra personelle Verstärkung, etwa durch Bratschistin Åsa, den zweiten Sänger und Gitarrero Hamar sowie durch eine Flötistin und einen weiteren Sänger. „Na dann, auf ins Vergnügen!“ Denks-te!
Denn auch hinter dem pur schwarzen Cover von „Tristheim“ gibt es nicht viel Helles und Vergnügliches. Tristheim ist vor allem ein Album der leisen, melancholischen Töne. Oft werden die Lieder von nichts als ein oder zwei Akustik-Gitarren und Valdrs Stimme getragen, die mal leise singend, mal monoton erzählend die Texte rezitiert. Meist sind diese Texte nicht mehr als gedankliche Spinnweben, knapp und doch schwer mit Wehmut. In diese Melancholie fallen dann auch die leichten, aber doch wunderschönen Gitarrenmelodien ein, die beim ein oder anderen Lied auch von Pia-no, Flöte oder den tiefen Bratsche-Linien aufgefangen werden.
Wo sind die Probleme dieser Scheibe? Das ist leicht gesagt. Sie liegen schlichtweg in der mangelnden Abwechslung. Tristheim ist vor allem Stagnation: Weder hat die hier vertonte Tristesse irgendeinen Ursprung, noch ein absehbares Ende. Das mag dem ein oder anderen vielleicht sogar gefallen, ist aber keine Rechtfertigung dafür, dass auf musikalischer Ebene so wenig passiert. Wenn man zwei oder drei der Titel für sich hört und dann abschaltet, wissen sie durchaus zu gefallen. Spätes-tens dann aber, wenn man die 15 Tracks in einem Stück durchhört, die allesamt ihre dominanten Akustik-Gitarren und die monotonen Vocals haben, dann wird die Unter-scheidbarkeit schwer und das Interesse deutlich geringer. Auch die Zahl der Verar-beiteten „Themen“ bleibt in nahezu jedem Lied dieselbe, was die Frage nach der Rechtfertigung für ganze 15 solcher Lieder aufwirft.
Tristheim mag vielleicht die Vertonung schwieriger und resignierender emotionaler Zustände sein; als solches ist es sogar deutlich gelungen! Ein wenig mehr Variation hätte das Album dennoch dringend nötig gehabt.

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