Der Bandname HIGH HOPES ist Programm. Denn obwohl die fünf Briten, die sich erst in diesem Jahr zusammengefunden haben, Metalcore spielen, keimte beim Anhören ihrer selbstbetitelten EP „High Hopes“ durchaus Hoffnung auf, dass es vielleicht doch so etwas wie „guten“ Metalcore gibt.
Das könnte aber auch daran liegen, dass hier Metal groß und core eher kleingeschrieben wird. Denn HIGH HOPES bieten hier mehr als überzeugenden Metal, großartige brutale Riffe sorgen dafür, dass es anständig etwas auf die Ohren gibt, für das Gefühl sind hintergründige gitarrenbasierte Melodien zuständig und auch die Vocals sind nicht so Screamo, dass sie nerven. Zudem wird auf die „Clean-Vocals“ verzichtet.
Thematisch befasst sich „High Hopes“ mit den Klassikern Hass und Liebe. Dem Frontman Brian Turner zufolge dienen nach Eigenaussage die Lyrics zudem als Mittel, um mit den Widrigkeiten des täglichen Lebens fertig zu werden. Wenn das bei ihm klappt, warum dann nicht auch beim Zuhörer...
Kurz: eine überzeugende hörenswerte EP im bodenständigen authentischen Metalgewand mit minimalen Core-Elementen, die das Interesse auf den ersten Longplayer und die Liveauftritte weckt...