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His Statue Falls - Polar

VÖ: 03. März 2016   •   Label:  Redfield Records
29. Februar 2016

Normalerweise lese ich die Infosheets zu den neuen Alben nur kurz durch, lege sie für das Review dann aber auch schnell wieder zur Seite. Die Infos zu „Polar“ sagen jedoch so vieles was ich einfach nur unterstreichen kann, weswegen ihr hier hin und wieder ein paar Auszüge finden werdet. Zum Beispiel was das Genre angeht: „Egal ob es sich für den Hörer um Electrocore, Post-Hardcore oder modernen Metal handelt, nach zwei Alben und einer EP muss sich das genreprägende Quintett aus Saarbrücken nicht mehr um Schubladen kümmern und hat auch kein Interesse daran: „Wir versuchen nach wie vor in die Extreme zu gehen und den Widerspruch von Härte und Pop-Appeal noch mehr auszureizen. Namen geben wir dem Ganzen nicht. HSF ist HSF.“ Mit dieser Einstellung fahren die Jungs absolut richtig und „Polar“ zeigt auch, dass es absolut unmöglich und unnötig ist, die Band in eine Schublade zu stecken. Das würde HSF und die Platte auf etwas reduzieren, was ihnen aufgrund ihrer Vielschichtigkeit nicht gerecht werden würde. Viel passender ist „entgegengesetzt oder umgekehrt“ und dennoch so in sich stimmig. ‚Infidel‘ zum Beispiel beginnt so ruhig und spiegelt vielleicht auch etwas des Schmerzes wider, den die Band 2015 durchlebt hat, doch dann startet der Song härter als erwartet durch. Trotz dieser Gegensätzlichkeit ist der Song absolut stimmig. Auf „Polar“ soll kein Song im Vordergrund stehen und das ist HIS STATUS FALLS gelungen. Die musikalischen Details, die Einzigartigkeit des Zusammenspiels der verschiedenen Genres und die Inhalte der Songs machen jeden einzelnen besonders! Ich habe die Platte inzwischen wirklich gefühlte 1000x gehört und bei einigen der Songs dachte ich „Geiler Song, das ist der beste der Platte“, doch dann kam der nächste und er war einfach genauso gut wie der vorherige. Aus diesem Grund bringt es auch nichts, jeden einzelnen Song hier aufzuführen: Jeder für sich ist einzigartig, kreativ und empfehlenswert.

Ich bin zugebenermaßen nicht der größte Fan von Bands mit elektronischen Einschlägen und auch nicht vom cleanen Gesang, aber HIS SATUE FALLS habe ich vor Jahren einmal live gesehen und ich kann mich gut an den Spaß und die Spielfreude erinnern. Also konnte ein Reinhören in die Platte nicht schaden. Damit, dass „Polar“ mich daraufhin jedoch so dermaßen überzeugen würde, habe ich nicht gerechnet. Was die Platte so besonders macht ist tatsächlich die Abwechslung, das Entgegengesetzte, die Kreativität, Elemente einzubauen, auf die sonst nur wenige Bands kommen. Ein Beispiel dafür findet ihr in ‚Hang Me High‘ ab Minute 2:48. Schon alleine dafür verdient das Album 15 Punkte. Es mag durchaus Leute unter euch geben, die sich bei dieser, meiner Liebeserklärung an „Polar“ und HIS STATUS FALLS an den Kopf fassen und es wird mit Sicherheit auch Reviews geben, die genau das Gegenteil ausdrücken, aber ich stehe dazu und bleibe dabei: Für mich eines der besten, abwechslungsreichsten und beeindruckendsten Alben seit langem!

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