In den ersten Sekunden wiegt das Quartett den Hörer mit der netten Akustikgitarre noch in Sicherheit, um dann zuzuschlagen. Die Gitarren tönen nicht so tief wie landesüblich, sondern sägen extrem verzerrt auch das dickste Brett zu Kleinholz.
Im Großen und Ganzen kann der Sound von ILANDSPROBLEM wohl als Crust bezeichnet werden. Allein die Spielzeit des gelungenen ´No Tomorrow Arise´ von über vier Minuten macht deutlich, dass hier nicht einfach blind drauflos geschrotet wird. Es scheint aber, als hätte Schweden spätestens seit ABBA genetisch einfach nicht die Möglichkeit, gänzlich auf Melodien zu verzichten. Das belegt auch die Wahl der Coverversion. ILANDSPROBELM verwursten den Operner der ´Can We Call This Life EP´ von Tragedy. Zum Glück wurde ´The Ending Fight´ nicht einfach nachgespielt, dann wäre es ja auch überflüssig. Die Version der Schweden klingt wesentlich räudiger als das ja auch nicht gerade überproduzierte Original.
Ich gebe zu, dass man sich in die raue Produktion dieser Platte erst einhören muss, aber dann gefällt sie von Durchlauf zu Durchlauf mehr und nutzt sich nicht so schnell ab. Wer bei vielen schwedischen Bands den Krawallfaktor vermisst und trotzdem nicht auf Eingängigkeit und eine gewisse Finesse verzichten will, sollte sich eine dieser auf 300 Exemplare beschränkten und nur auf Vinyl erhältlichen Scheiben besorgen. Die bietet übrigens mehr als die Tracklist vermuten lässt. Warum das abschließende Instrumental nicht verzeichnet ist, weiß wohl niemand so genau. Aber lieber so als mit unnötigen Bonustracks - wie nahezu gleich klingenden Roughmixes (Hallo ´Altars Of Madness´ CD....) - Kundentäuschung zu betreiben.
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