Auch das offizielle Zweitwerk der Band ist – wie alles was die Herren bisher veröffentlicht haben - äußerst starker Tobak abseits von “easy-listening”-Gewohnheiten. Geboten bekommt man äußerst vertrackten und brutalen progressiven Death Metal à la Morbid Angel, Immolation und September Murder. Nicht nur mittels dezenten Synth-Einsätzen erzeugen die einen nahezu unwiderstehlichen Sog einer mystischen Soundtrack-Atmosphäre und damit ein fast cineastisch wirkendes Kleinod.
Das klingt nicht nur schwer verdaulich, hat aber aufgrund der Klangdichte und packenden Intensität einen sehr hohen Wiedererkennungswert.
Es dauert zwar ein paar Durchläufe, bis man sich in der Gedankenwelt von INGURGITATION OBLIVION zurecht gefunden hat doch auch wenn “Continuum Of Absence” nicht für die breite Masse der Death Metal – Anhängerschaft gemacht ist, so bleibt dieses Album wie die Band selbst ein Rohdiamant extremer musikalischer Kunst, der musikalisch und konzeptionell unverkennbar und einzigartig ist. Es gibt jedenfalls keine zweite Band aus deutschen Landen, die mit technischem Death Metal eine derart kranke und beklemmende Atmosphäre zu erschaffen vermag.