Winds Of Genocide - Usurping The Throne Of Disease
Mit "Usurping The Throne Of Disease" kommt jetzt der zweite Longplayer in die Läden, der dem Hörer musikalisch "so etwas von" auf die Zwölf gibt, dass einen die Heftigkeit und Wucht einfach nur umhaut. Denn der Sound besticht durch eine solche Dynamik und Energie, dass das anhaltend hohe Tempo des Drumming fast schon ein Fall für den Arbeitsschutz ist.
Die Vocals sind zumeist growlender Weise im Death Metal beheimatet, neigen aber auch mitunter zum krächzigen Überschlagen, was den Songs eine ungeheure infernale Tiefe mit black-metallischen Aspekten verleiht ('Into The Darkness Of Eternal Nuclear Winter'). Abgesehen von den dominierenden Up-Tempo-Riffs gibt es immer wieder entschleunigte todesmetallische Groovigkeit, die von der einen zur anderen Sekunde durch verhalten, hintergründige, aber dadurch nicht minder wirksame düstere, mitreißende Melodik abgelöst wird. Da sind dann Einflüsse des Hardcore unverkennbar. Genial miteinander verbunden in dem Song 'Usurping The Throne Of Disease'!
Neben der unvergleichlichen Aggressivität und Brutalität können die Songs auch durch ihre unverstellte Ungestümheit punkten, die mich immer wieder auch an ZOMBIFICATION erinnern ('Millions Lie Slaughtered'). Ähnliches gilt für die deathmetallische Düsternis, die sich natürlich auch in den Texten manifestiert. Dass man zudem den Bass sehr gut wahrnehmen kann, spricht nicht nur für die Produktion, für die sich zum Teil Fred Estby (THE DAGGER, NECRONAUT, ex-DISMEMBER, etc) verantwortlich zeigte, sondern er verstärkt auch noch die Druckhaftigkeit der Songs ('Till Graven').
Kurz: WINDS OF GENOCIDE entfachen mit ihrem Longplayer "Usurping The Throne Of Disease" wahrlich einen deathcorigen Orkan der Verwüstung, der durch seine infernale Energie, durch seine diabolische Brutalität, durch sein teuflisches Tempo und seine höllische Düsternis mehr als zu überzeugen vermag. Für Fans von EXTREME NOISE TERROR, AVSKUM, ANTI CIMEX und VENOM ein absolutes Muss.