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Kirk – Masquerade

VÖ: 06. März 2014   •   Label:  Mausoleum Records

Irgendwie riefen die Kombination aus Coverartwork, Albumtitel und ersten Riffs bei mir sofort die Erinnerung an eine amerikanische Band aus Chicago wach: RADAKKA hatten in den 90ern zwei Alben abgeliefert und der Opener von „Malice and Tranquility“ hört nicht nur auf den Namen „Masquerade“, sondern bestach zudem auch durch seinen melodischen, progressiven Power Metal. So ähnlich verhält es sich bei KIRK. Die Eidgenossen haben seit 11 Jahren kein Album mehr veröffentlicht. So darf man wohl mit Recht von einem zweiten Debüt sprechen, denn wer wird sich heute noch an „The Final Dance“ erinnern? Ich tue es jedenfalls nicht. Muss man aber auch gar nicht, denn auch für sich allein genommen kann „Masquerade“ voll überzeugen. Schon mit „Devil’s Claw“ lädt der traurig dreinblickende Clown des Covers den Hörer in seine wunderbare Welt des gestandenen Melodic Power Progs ein. Hinter den Kulissen erwartet den Hörer eine erstklassige Mischung aus HOUSE OF SPIRITS, QUEENSRYCHE, CRYSTALLION und besagten RADAKKA. Die Songs wirken gegenüber den Happy Metal Kompositionen von FREEDOM CALL zwar deutlich ernster, aber dafür fräsen sie sich auch gnadenlos ins Ohr, z.B. „Fight or Die“. Und mit schnelleren Songs wie „Time“ klopft man dann auch mal an die stilistische Haustür solcher Bands wie BLOODBOUND und EDGUY. Aufgrund ihrer komplexen Arrangements wirken die Songs manchmal ruhiger als sie eigentlich sind, denn mit Nummern wie „Face in the Crowd“, „Time“ oder „Supersonic Speed“ hat man durchaus auch richtige Headbanger im Programm. Eins der Highlights des Albums ist der Titeltrack „Masquerade“, da dieser Songs tatsächlich die gesamte Bandbreite der Schweizer ans Licht befördert. Thomi Rauch macht dem frühen Geoff Tate Konkurrenz und die Instrumentalisierung könnte sowohl auf dem HOUSE OF SPIRITS Debüt „Turn of the Tide“ oder auf QUEENSRYCHEs „Empire“ ihren Platz finden. Grandios.

KIRK zeigen mit „Masquerade, dass es eben manchmal eine Dekade dauert, um mit einem richtig guten Album um die Ecke zu kommen. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. Das Warten hat sich aber gelohnt, denn „Masquerade“ verbindet auf fantastische Weise metallische Riffschmiedekunst mit einem filigranen Gespür für Melodie und Arrangements. Dass sich der Fünfer nicht um gängige Trends schert, muss ich wohl nicht extra betonen.

Wie aus dem Nichts tauchen KIRK auf und liefern mal eben eins der vielversprechendsten Melodic Prog Metal Alben ab, das das Jahr 2014 hervorbringen dürfte. Hinter dem fast unscheinbaren Coverartwork verbirgt sich ein absoluter Geheimtipp!

 

 

Wer die Möglichkeit hat sich die KIRK im Vorprogramm von THE POODLES anzusehen, sollte dies auf jeden Fall tun!


17.03. Pratteln – Z7
18.03. Augsburg – Spektrum
20.03. Ludwigsburg – Rockfabrik
21.03. Obermarchtal – Kreuz
22.03. Oberhausen – Helvete
23.03. München – Garage

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