Gegründet als Musicalprojekt, geriet die Formation in den Dunstkreis der deutschen Fernsehlandschaft und Rotationen bei ARD bis RTL2 als "Werbesounds" und die Flutkatastrophe führten schließlich zur Formation der Band als feste Institution. Sängerin Ji-In Cho trällerte zuvor schon beim Casting zur ersten Postarsstaffel und bei Fame Accademy. So klingt dann auch der Opener "Sweet Revenge": ein bißchen episches Lateingesäusel und Frauengesang, der hier aber eher noch nach Jutta Weinhold klingt, die sich versehentlich in den Within Temptation Proberaum verlaufen hat. Sehr schwach. Gott sei Dank steigert sich die Band im Folgenden und schon "Lost" klingt weit weniger nach "NuPagani" als der Opener. "The Promise" ist nicht schlecht, könnte aber auch von jeder x-beliebigen Kapelle sein - ein bißchen Melancholie, guter weiblicher Gesang, ein paar rockige Gitarren (die allerdings für meinen Geschmack auch nicht riffig genug klingen). Und dann hat die EP doch noch ein Highlight zu bieten: "No More Lies" ist ein eingängiger, gut gelungener Gothic Metal/Rock Song mit hervorragendem Refrain. Für mich ist dieser Titel die Legitimation für diese EP, da er wirklich hörenswert ist und durchaus so gestrickt, dass er eine größere Hörerschicht innerhalb und außerhalb der Metalgemeinde erreichen kann: durchaus radiotauglich. Und um diesen Song herum sind auch die anderen Songs erträglich (Sweet Revenge mal ausgenommen). Insgesamt ist "Evolution Principle" eine eher durchschnittliche Veröffentlichung, die - mit Ausnahme von "No More Lies" - in mir nicht unbedingt den dringenden Wunsch nach mehr wach ruft. Auf dem für 2007 angekündigten Album muss die Band auf jeden Fall mehr bieten.
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren