Kurnugia - Tribulations of the Abyss 7" Single (Vinyl)
„Mir liegen zwei Musikstücke der brutalen Death Metal Band KURNUGIA vor. Es handelt sich bei der 7“ Single um eine traditionelle Sekundärquelle, da die Musiker einerseits den Death Metal der 90er Jahre zitieren und ihre Musik für die Nachwelt bestimmt ist. Da sie aus Vinyl veröffentlich wird und dieses in den letzten Jahren wieder immer populärer wurde, kann man wohl auch davon sprechen, dass das vorliegende Material öffentlich zu nennen ist. Ausgehend von der Tatsache, dass die Band aus Ohio stammt und mit Chris Dora (ex-SOULLESS) und Duane Morris (ex-Nunslaughter) echte Szeneveteranen in ihren Reihen hat, kann man zudem von amerikanischem Oldschool Death MEtal sprechen.
Benennenswert sei zudem der Fakt, dass die vier Bandmitglieder in nur zwei Songs recht abwechslungsreich klingen und mal schneller und mal langsamer zu Werke gehen. Auf diese Weise gelingt es der Band die ganze Fülle zu entfalten. Natürlich ist so etwas auch immer schwere Auslegungssache, da es ja auch Musikfreunde gibt, denen Death Metal zu düster und zu brutal ist. Diese Leute hören dann vielleicht lieber andere Musik und finden KURNUGIA nicht so gut. Allerdings muss ich zustimmen, dass der Death Metal der 90er Jahre revolutionär war. Aber kann man hier wirklich von einer Revolution sprechen? Als den Zeitraum der Revolution würde ich die Jahre 1990-95 ansehen. Warum diese Jahre? Weil es in diesen Jahren zu Merkmalen der Revolution kam. Doch viele Kritiker waren der Meinung, dass die Death Metal Revolution zu positiv eingestuft wurde und keine anderweitige Wertung erhielt. Dazu muss ich entgegnen, dass eine Revolution meist Veränderungen bewirkt, die Jahrzehnte anhalten. Dafür könnte man KURNUGIA als Beweis anführen. Ich gebe also beiden Seiten Recht. Es ist des Weiteren auf die Entwicklungen in der Death Metal Szene hinzuweisen, denn Mitte der 90er sorgte Grunge für dessen Ende. zwar hatte dessen Machtergreifung längere Zeit gedauert, doch keiner hat etwas dagegen getan, denn dafür und durch bestimmte Ereignisse, wurden bestimmte Elemente eines genialen Musikstils ausgelöscht.
In „Plague Winds“ und „Diseased Angels“ finden wir jedoch die typischen Elemente traditionellen US-Death Metals: sägende, zentnerschwere Gitarrenriffs, brunftartige Growls und kesselnde Drums. Alles in allem ist es somit nicht falsch, heute von einem Revival des traditionellen Death Metal zu sprechen, von keinem zu sprechen ist aber auch nicht verkehrt. Jeder muss sich seine Meinung bilden zu diesem Thema. Denn wie wir seit 1995 wissen: Eine „Einheitsmeinung“ gibt es nicht!“
Ihr habt kein Wort verstanden? Ich auch nicht. Aber was soll man über „Tribulations of the Abyss“ auch viele Worte verlieren? Mit drei Worten ist eigentlich alles gesagt, was man als Fan wissen muss: DEATH METAL! Geil!