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L. B. Steel – und die Kreaturen der Nacht (1)

VÖ: 09. April 2024   •   Label:  Steel Force Media
Heavy Metal und Hörspiele? Geht nicht zusammen? Doch, sehr gut sogar. Alles was es dazu braucht, sind zwei Fans, die verrückt genug sind, ihre Leidenschaften zum ultimativen Heavy Metal Hörspiel zu bündeln.

Und ganz neu ist die Idee dann auch nicht. Peter Lerf, der Mann hinter Gigaphon Entertainment, ist bekennender Rock und Metal Fan und so überrascht es nicht, dass in FRAKTAL ein Raumschiff namens Skyclad auftaucht und in DRAGONBOUND düstere Wesen namens Skoliks ihr Unwesen treiben. Im letzten Jahr ist mit „Wolfy“ zudem ein weiteres Metal Hörspiel erschienen, in dem es einen kleinen grünen Lykaner in unsere Welt verschlagen hat.
L. B. STEEL orientiert sich allerdings eher an klassischen Detektivhörspielen wie DIE DREI FRAGEZEICHEN, auch wenn ich den „Plagiatsvorwurf“, der sich in einigen Rezis findet, nicht teile, da die Umsetzung des Hörspiels doch zu eigenständig und auf ein Metal Publikum zugeschnitten ist. Letzteres wird allerdings seine helle Freude haben, wenn sich die drei Mitglieder der Brigade Steelforce aufmachen, um das lokale Metal Festival zu retten und außerdem einer Räuberbande in KISS-Kostümen das Handwerk zu legen. Dabei ist neben einer guten Kombinationsgabe auch metallisches Fachwissen gefragt, denn auch kleine Fehler rächen sich – so auch im Fall der „Kreaturen der Nacht“, die u.a. in einem Altenheim ihr Unwesen treiben und Schallettis Oma bestehlen.
Am Ende müssen L.B. Steel, Dragon und Schalletti verschiedene Dinge zusammenfügen, um ihren ersten Fall zu lösen.
Die Autoren Nils Berger und Henning Heup bedienen das ein oder andere Klischee über Heavy Metal, driften dabei aber i. d. R. aber nicht in den Klamauk ab. Stattdessen schicken sie die „Mütter gegen Metal“ auf einen Feldzug gegen Rostis Metal Festival, Oma Ilse schwingt sich im hohen alter in einen Baum und Klöten Klaus führt das Metal Trio an der Nase herum. Olli Schult gibt dabei einen überzeugenden Festivalveranstalter an und „Unken“ Udo Dirkschneider glänzt als kauziger Tankwart Uwe. Aber auch sonst ist die Besetzung der Sprecher hochkarätig und die musikalische Untermalung Metal Fan tauglich. Ob das Hörspiel auch für den normalen DIE DREI FRAGEZEICHEN Fan interessant ist, bezweifele ich etwas – zumal ich die Parallelen nicht so deutlich finde, wie etwa beim Spin-Off „Die 3 Senioren“. Wer jedoch eine Leidenschaft für Hörspiele und Heavy Metal teilt, der wird an dieser gut gemachten Hörspielreihe seine Freude haben.
Momentan ist die Crew live unterwegs – die Show in Hildesheim habe ich leider verpasst, aber es gibt bestimmt noch eine Gelegenheit! Hört auf jeden Fall mal rein…

Hörprobe!
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