Mit dem Album No.2 nach ihrer Rückkehr bleiben sich die Amis stilistisch treu: Southern Rock mit viel Blues und Gefühl. Über allem steht Ron Youngs kratzige Stimme von der die Kollegen von Sleeze Roxx sogar behaupten, dass sie musikalische Entgleisungen wie Milli Vanilli oder Culture Club in hörenswerte Hörerlebnisse verwandeln könnte. Grundsätzlich stimme ich mal zu, auch wenn ich finde, dass Rons Stimme auf diesem Album deutlich weniger im Vordergrund steht als in der Vergangenheit, was auch daran liegt, dass Paradesongs wie etwa MANIC EDENs „Do Angles Die“ fehlen. Am ehesten wird noch der Rost von den Boxenkabeln gekratzt wenn am Ende der Scheibe „Dirty Water“ aus den Membranen dröhnt.
„American Dream“ ist eine verrauchte Sammlung dreckiger Bluesrock Songs, die in jeder bodenständigen Kneipe für Wohlfühlatmosphäre sorgen dürfte. Neben Uptempo-Songs wie „Hard Rock Hell“ oder „Holy Roller“ kann vor allem auch das langsame „Only A Memory Away“, welches auch Fans von SPRINGSTEEN begeistern dürfte, überzeugen. Bestes Song der Scheibe ist meiner Meinung nach das schnelle „The Girl’s Rocking‘“ – bei diesem Song dürften die Southern Belles der amerikanischen Universitätsstädte die Theken der lokalen Clubs entern, um ordentlich abzutanzen. Selbst überzeugte Rednecks dürften bei diesem Sound, der stark an rockige TRAVIS TRITT Songs erinnert, weich werden und beschwingt mit der Hüfte wippen. Und auch „Own Worst Enemy“ überzeugt durch seinen treibenden Drive und die guten Gitarrenparts, die den Song antreiben und schließlich in einem eingängigen Refrain münden.
LITTLE CAESAR liefern ein ehrliches und authentisches Hardrock Album mit jeder Menge Gefühl und verrauchten Riffs ab und bleiben sich somit wiedermal 100% treu!
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