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MARILYN MANSON - The Pale Emperor

VÖ: 15. Januar 2015   •   Label:  Universal Music
15. Januar 2015

Doch es scheint sich jemand kaum die Alben dazwischen richtig angehört zu haben. Dabei will ich auch nicht mal das 2003er Album "The Golden Age of Grotesque" erwähnen. Es gab nämlich auch bei u.a. den letzten beiden Vorgängeralben coole, typische Hits, auch wenn es im Radio eher nur die „guten, alten Songs“ noch tun bzw. bei den Shows eher die Coversongs. Für meine Begriffe völlig daneben, denn auch die eher auf lyrischer Ebene privat bzw. emotional ausgerichteten Alben „The High End Of Low“ oder „Born Villain“ hatten sehr gute, hitlastige Nummern, die die Band auch auf der Setlist der Liveshows nicht weglassen konnte. Doch nun, 2015 greift der einstige „Gruselrocker“ wieder an, der Dreijahreszyklus scheint sich eingespielt zu haben. Und es ist auch kein Wunder, dass „Deep Six“ als erste Single ausgekoppelt worden ist, die mit zu den noch radiotauglichsten Nummern zählt und durchaus von der Härte her Parallelen zum 1998er Album aufweist. Aber allgemein betrachtet fällt auf, dass MARILYN MANSON diesmal auch düsterer, doomiger und für einige sicherlich zu oft „langsamer“ zu Werke geht. Bei einigen der „The Pale Emperor“-Songwritingprozessen scheint er viel Blues-Rock oder die American Recording-Sessions von Cash/Rubin gehört zu haben. Es gibt als sowohl den typischen M.M.-Touch, der vergangenen zehn, fünfzehn Jahre, u.a. „Slave Only Dreams To Be Kind“ als auch viele emotional-düster rockige Momente. Dabei schweben mir nicht nur die cool-schleppend daherkommenden Nummern wie „Third Day Of A Seven Day Binge“ oder „Warship My Wreck“ als Anspieltipp im Kopf, auch der eben bluesrockiger Opener ist ein Highlight, wie die bluesige epische-Nummern „Birds Of Hell Awaiting“ und „Odds Of Even“.
Grundlegend hätte ich für meinen Geschmack noch ein bis zwei Tracks mehr vertragen, dabei vor allen Dingen deutlich härtere Industrial-Nummern, die sich von dem überwiegend schleppen-schaurigen Touch abgrenzen. Doch dann hätte man vielleicht wieder nur einen gewissen Abklatsch von „Born Villain“. Insofern kann ich dennoch sagen, dass MARILYN MANSON dieses Werk gut zu Gesicht steht.

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