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Markus Topf - Mord In Serie – Die Schwarzen Witwen (03)

VÖ: 04. Juli 2012   •   Label:  Contendo
Die Polizei der Insel ist wenig hilfreich, allerdings sind ihnen auch die Hände gebunden. So schmieden die drei Damen schließlich einen außergewöhnlichen Plan, um Norbert zu später Gerechtigkeit zu verhelfen und den neuen Nachbarn aus dem Weg zu räumen. Auf hoher See kommt es dann zum Showdown. Dieser gestaltet sich allerdings mehr als hanebüchen. Schnell entwickeln sich Helgas vermeintliche Freundinnen zu skrupellosen Monstern, die aus ganz eigenen Motiven handeln. Schließlich soll nicht nur Keller aus dem Weg geschafft werden, sondern Helga gleich mit. Allerdings soll durch Folter zunächst aus Keller herausgekitzelt werden, wo er seine Beute aus dem Banküberfall versteckt hat. Bei der Armee würde man sagen, dass das Kriegsglück auf dem Schiff nun noch einige Male wechselt, mal gewinnt die eine, mal die andere Partei die Oberhand. Nur so viel: am Ende der Folge sitzt Helga Weiß alleine im Café und genießt ihren Tee.

Hatten die ersten beiden Folgen auch schon die ein oder andere unglaubwürdige Szene, so scheint Autor Markus Topf beim Schreiben dieser Folge durch eine Überdosis Kandiszucker in seinem Ostfriesentee benebelt worden zu sein. Während die ersten beiden Folgen immerhin eine knisternde Spannung erzeugten, die den Puls mitunter so zum Rasen brachte, wie sonst nur ein Blitzeinschlag beim With Full Force Open Air, so regiert hier der Klamauk. „Die Schwarzen Witwen“ gleichen einem Rentnertrio welches auf der Busfahrt nach Königslutter erfährt, dass der dortige Dom nicht zu besichtigen ist. Auch überzeugen die Sprecherinnen nicht. Die Folterszenen auf dem Schiff wirken fast lächerlich. Und welche Oma verstümmelt denn bitte das Bein eines Bankräubers. Fehlt nur noch, dass sie ihm zum Fesseln eine Zwangsjacke stricken. Zudem sind die Enthüllungen von Keller, der schließlich alle Verzwickungen des Mordes von damals aufklärt, mehr als konstruiert. Also nein, bei aller Liebe zum Thriller und zum Hörspiel. Mit ihrem dritten Streich wagen sich Autor und Produzent zu weit aus dem Fenster. „Die Schwarzen Witwen“ ist wirklich Schrott und bleibt weit hinter den beiden ersten Teilen zurück. Hoffen wir also, dass es sich hierbei um einen Ausrutscher handelt!

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