Dabei kann ich mir kaum vorstellen, dass ein externes Label die 13 Songs gern in einem andern Gewand gehabt hätte. Das Album ist fett und modern produziert, mir ist das schon etwas zu viel des Guten. Diese Mucke braucht einfach einen derberen Sound. So klingt das Ganze, als seien die Zuschauer des Musikfernsehens die Zielgruppe der Düsseldorfer. Neben der Produktion spricht auch dafür, dass alle Trademarks vorhanden sind, die die Zahnspange der Rebellen zum Blinken bringen. Mit ´Tagebuch´ gibt es das obligatorisch langsame Stück und bei ´Der Jogger der Liebe´ werden Reggae Parts verwurstet. Das ist alles nicht schlecht, aber auch nichts Besonderes. Da überzeugen mich Betontod oder Kärbholz mehr. Das ist eigentlich schade, denn bei ´Wer sitzt fliegt raus´ zeigen Massendefekt, dass sie musikalisch und textlich richtig gute Tracks schreiben können. Als Bonus zum Album gibt es noch elf alte Songs, die mit dem neuen Sänger aufgenommen werden. Dabei geht es wohl nicht nur um ein Geschenk an die Fans sondern auch um die Rechte an den Songs. Merkwürdig finde ich, dass diese alten zugaben oft frischer als die neuen Songs klingen.
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